466 Die vielfältige Nothwendigkeit
blos vor sich selber verzehre/ und unter diesem Beth / oder Geschirr / oderVierthel eintweder wieder auslösche und erstechet / oder aber ohne jemandetwas zunüzen ausgebrennt werde/ sonder es geschehe solches zu dem Endehin/ damit er selbiges setze irgend auf einen an die Tille des Gemachs vestgemacheren / oder sonst auf ein erböhetes Orth hingestelleten Leuchter/Lampen oder Kertzen- Stock/ und das/ d^rmie es leuchte allen denen / dieim Hause sind / damit.die darmit in ihrer Finsteruus beschirmen / und einiger«raffen wider die Schrecken der Nacht erquicket und getröstet/ ihnen auchauf ihren Wegen und Stegen / und zu der Verachtung ihrer nothwendi-gen Geschafften gezündet werde. Das M. Gel. ist der einfalle Verstanddieser Gleichnus/ zu deren etwelcher mehrerer Beleuchtung wir nur nochdieses wenige hinzuthun / daß es (so anders der Relation eines gelehrtenAleppaners zutrauen) in Orient der Gebrauch seyn solle / täglich frischesBrot in den Häusern zubacken / zu welchem End hm das Mähl-Vierthe!stätU mitten anfdem Tisch des Wohn-Zimmers stehen/ und bey einbre-chender Nacht umgekehret/ den Einwohnern selbiger Landen an statt einesLeuchters/ darauf die angezündete Kertzen gewöhnlich gestelletzuwerdenpflegen / dienen solle. So daß der Herr Jesus hierauf auch ins besonderin unserm Text möchte gespielet haben / und so viel sagen wollen: Manzündet auch nicht ein Licht an / und seyet es unter dasVierthel/sonder auf den Leuchter (auf das Viertheil rc.) so leuchtet es allendenen / die im Hause / oder Gemache sind- Wir gehen nun ohne andersfort als vor das .
i 1 Zu der Fueignimg/ die der Herr Jesus über diese Gleichnusmachet/und der Erinnerung/ die er daraus ziehet. Also/ sagt er/ -leuchte auch euer Licht vor den Menschen. Die Zueignung ge-schiehet dann verdeckter Weise/ die Erinnerung aber mit ganz klahren unddeutlichen Worten. Jene ist angedeutet in dem Wörtlein Licht/ oderlieber in denen Worten: Es leuchte euer Licht. Sie ist aber leichtzubegreiffen. Der Herr Jesus nemlich wil einfältig sagen: Was ein solchLicht / oder solche Lichter / die ein sorgfältiger Haus- Vater bey spatherAbend-Zeit anzündet/ sind in einem eigentlich so geheissenen Hause / dasftyt ihr / o ihr meine wahrgläubige Bekennere / geistlicher Weise in demweitläufigen Hause der Welt und der Kirche. In euch hat der ewigeGott durch die Gnaden - Krafft seines Heil. Geistes entzündet das geistlicheLicht eines wahren lebendigen Glaubens/ einer seuerigen Göttlichen Liebe/der wahren Heiligung/ des Trosts und der Freuden/ und euch so ja wahr-lich gemacher zu so vielen geistlichen Lampen seines Heiligthums/zu so vie-len brennenden und scheinenden Kerzen /zu so vielen geistlichen kiambnux