Band 
I. Tomus.
Seite
575
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s74_Der W eltV ergänglichkeit / des Gesaze»

von allen zerßän^lichen Dingen abzuzeuhen/und an dasjenige/was unzugänglich ist / recht vest zumachen. Lehre uns aberauch die andere Wahrheit so eingründig zu Herzen zufassen/daß wir dadurch aufgemuntert werden/ nach der Vorsthrijftdeines ewigen und unveränderlichen Gesazes zuglauben undzuleben / damit wir endlich auch den Lohn derer/ die solchesthun / und der groß ist / davon tragen / und als solche / die denWillen Gottes gethan / in die Ewigkeit bleiben mögen. Ameu!

Was nun angehet das

i. Oderderwelt?ergänglLchkeit/fo sagLderHerr Jesus davonalso:wahrlich / ich sage euch / bis daß der Himmel und die Erde wirdzergangen seyn. In welchen Worten er ja diese Vergänglichkeit klahrvor aus und vest sezet/ gleich er sie auch sonsten mit so vielen andern Wor-ten bezeuget hat/ sagende: Der Himmel und die Erde werden vec-Matth. »4: gehen / aber meine Worte werden nicht vergehen. Es gedencketMarc^.r-r l dann der Heyland des Himmels und der Erde / und verstehet dadurch die-Suc,ses ganze grosse erstaunliche Welt - Gebäu / welches der ewige Schöpfteund Baumeister desselben in dem Anfang aller Dingen durch das Wortseiner ewigen Allmacht aus seinem ersten Nichts herfürgezogen/zum Theatr»seiner Vollkommenheiten aufgerichtet/und bis dato unter tausent verwun-derlichen Abwechslungen/ die sich auf selbigem zugetragen/mächtiglich er-halten hat. Diesem entsezlichen Macht-und Pracht-Gebäu giebst er denNamen des Himmels und der Erden. Nicht als ob in selbigem nichtsWäre / als nur Himmel und Erde; Sonder dieweil diese die zwey nam-hafftesten Theile desselbigen find / auch zu denen alles andere / was fich mder Welt befindet / kommlich gebracht werden kan. Zn dem Himmel nem-lich gehöret -orderst die Lufft/ d.i. die unfichtbahre und subtile Materi/die grosse /ubmospkrr, in welcher diese unsere Erde/ gleichwie etwannein rundes Kügelem in dem hohen Meer / schwimmet/ und die fich bisüber die höheste Wolcken/und an die Grenzen so z'reden des Gestirn-Him-mels erstrecket/ in welcher sich die Wolcken bewegen / und Regen / DonnersHagel/ Bliz/ re. gezeuget werden; welche auch die Vögel/ die ebendeßwegenin der Schrifft genennet werden die Vögel des Himmels/ durchstiegen.Es gehöret dazu auch vornemlich der so geheissene Firmaments-Himmel/das grosse blaue Feld übersezet/ja gleichem übersäyet mit so vielen schim-melnden Diamanten/d.i. mit so vielen himmlischen Lichtern / als dasindvorderft so unzahlbahr viele der herrlichsten Sternen / welche an Grösseerstaunlich / an Klahrheit verwunderlich / und so vorbüvdige Kunst- Stücke

des