Band 
I. Tomus.
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_ an alle Gebotte Gottes. Match. V. 19.

ten müssen. Gnug ift / daß sie nur solches thun/ daß sie nur hierwider rit-terlich kämpfen / diese Schwachheiten nicht lieben / sonder leiden / und sienicht anders/ als wie ein Sclav auf den Galeren seine Ketten tragen / dar-über sich vor Gott in den Staub legen / zu der Vollkommenheit Jesu ihreherzliche Zuflucht nehmen / und in dem übrigen eben dabey nach der Voll-kommenheit je länger je mehr zustreben / ja vornehmlich auch zubätten/undmit Paulo zuschreyen lehrnen: Ach mir elenden Menschen / wer wirdmich von dem Leibe dieses Todes erlösen! Thun sie das/ so ist Gottmit ihnen zufrieden. Er achtet sie in ^esu für vollkommen. Er nihmetihre Begierden an für Thaten/ und ihre Aufrichtigkeit für Vollkommenheit.

Und darum erkennet / erkennet dieses nunmehr / 0 ihr alle / die ihr esbis dahin nicht erkennen wollen. Fasset nunmehr / und nehmet zu Herzen/was das Christenthum eigentlich ausweise / und zu was für heiligen Pflich-ten euch selbiges verbinde. Nehmet derowegen selbiges in das konfftig dochnicht mehr so gar auf die leichte Achsel/sonder erzitteret hcilsamlich underschrecket / wann ihr was dießfals von dem grössesten bis auf die kleinestcder Göttlichen Gebotten zuthun / was zulassen seye/ gedencket. Lasset euchdarüber ein heiliges Grauen ergreiffen/ und rußet mit den Jüngern desHerren Jesu voll Wehemuth und Angst des Herzens aus: wer magdann selig werden ? Mit Paulo: wer ist zu diesen Dingen gesthikt r Matth.:Drucket viel an den Spruch des Her-en Jesu in unserem Text: Dann«/,wer eines dieser der kleinesten Gebotten auflösen / und die Leuthe ' '

also lehren wird / der wird der kleinest heiffen in dem Reich derHimmeln, wer ste aber thun und lehren wird / der wird großheiffen in dem Reich der Himmeln; An den Spruch des Herren Jesudrunten in dieser Berg-Predigt: Nicht ein jeder / der zu mir sagt/

Herr / Herr/ wird in das Reich der Himmeln eingehen: sonder derda thut den willen meines Vaters/ der in Himmeln ist; An deUNatth.,?,,.Spruch desselbigen bey Luea : Ringet darnach / daß ihr durch dieenge Hfort eingehet: dann viel werden (sage ich euch ) suchen ein-zugehen/ und werden es nicht mögen. An den Spruch dannethin deszApostels Petri: So der Gerechte kaum erhalten wird/wo wil dannder Gottlos und Sünder erscheinen ? Betrieget euch doch nicht mehr, ....

durch Eigenliebe selber. Wollet ihr euch über die Aufrichtigkeit euers- ' 'Christenthums/und die Beschaffenheit euers geistlichen Seelen-Zustandserforschen / so urtheilet -och nunmehr klüger / als ihr bis dahin geurtheilethabet/ und gründet dieses Urtheil und Versicherung nicht mehr auf solcheKennzeichen/die da können wiegen/und die selbsHeuchler und Gleichsner/hiemit blosse Maul- mit wahren Herzens - Christen können gemein haben»

Gleich