Band 
I. Tomus.
Seite
666
JPEG-Download
 

J üdische Gerechtigkeit. Match. V. 20 » _66s

zeuget / doch ohne das Gesay in den Zeiten des N. Test. geoffenbah-ree worden ist. Er hat die Menschen geheissen/das Recht und die An-sprach zum Himmel suchen nicht in ihren eignen Wercken / nicht in den Opfe-ren des Mosaischen Besatzes und dem übrigen Dtenstdes Tempels/sonderin dem Verdienst/ Tod und Leiden seiner/ als des gerechten KnechtsGottes/ der durch seine Erkantnus viel gerecht machen/ und deswahren Versöhn - Opfers und Lamms Gottes/ das sein Blut zur Ver-zeihung der Sünden vergießen solte. kommet zu mir/ hat er darumgeruffrn / alle/ die ihr arbeitet und beladen seyt/ und ich wil euch»

Ruhe geben. Und das zufolg dem/ das sein Göttlicher Vorläufer Jo- "'Harmes auch selber seinetwegen bezeuget/wann er gesprochen hat: Siehe/das Lamm Gottes/ welches der Welt Sünden hinnihmt. Er ist 'Tr-

aber auch gewesen ein Lehrer zur Gerechtigkeit in einem andern Sing.

Er wäre es/ der die Leuthe unterwiese zu der wahren Gerechtigkeit/ d.i. Hei-ligkeit und Gottseligkeit des Lebens; der sie gelehret/daß selbrgenicht bestehein einem blossen äußerlichen/ sonder in dem recht wahrhafftigen Wesen/ §ph. 4.«.in einer wahren Erkantnuß/Liebe und Forcht des Dreyeinigen HerrlichenGottes/ in einem lebendigen Glauben/in einer rechtschaffenen Büß/Be-kehrung und Veränderung des Sinns und des Herzens / in einer innwen-diaen Armuth des Geistes / in einer herzlichen Traurigkeit über dieSunden/ in einer rechtschaffenen Sanfftmuth/ineinemgetstlichen Hun-ger und Durst nach der Gerechtigkeit / in einer Christlichen Barm-herzigkeit / in einer wahren Herzens-Reinigkeit / in liebreicher Fried-fertigkeit / in heiliger Gedult und Freudigkeit in Creutzund Trübsahleu;

Item darinn/ daß seine Christen und geistliche Reichs-Angehörige seyen eingeistliches Salz der Erde / ein Licht der Welt/ eine Stadt/die aufeinem Berg liegt / daß sie ihr Licht leuchten lassen vor den Men-schen/ damit ste ihre gute Wercke sehen/ und ihren Vater/ der inHimmeln ist/ preisen; Darinn/ daß sie sich verbunden achten zu sorgfäl-tiger Beobachtung aller derjenigen Wichten der Heiligung und Gottselig-keit/ die Moses und die Propheten mit so vieler Krafft und Eifer an die Ge-wissen ihrer Zuhörern angetrungen haben/ und auch nicht auflösen daskleinste unter den Göttlichen Geborten; Darinn / daß sie nicht nurnichtmorden mit der Hand / und todschlagen mit ungerechter Faust / sonder gegenihren Nächsten versöhnlich und liebreich seyen rüdem innersten Grrrnd ihresHertzens; nicht nur sich enthalten von grober Leichtfertigkeit des Fleisches/sonder auch selbs von allen lüsternen Begierden der Seele/und ausschweif-fenden Blicken der Augen/zu dem End hin hiemit sich anthuen einen geist-lich heiligen Gewalt/ und die Augen / die sie ärgern/ ausreisten/ die

Mm mm 2 Hän-