Band 
I. Tomus.
Seite
837
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8z6 Nothwendigkeit der Christliche»_

antworte dem Diener / und du «n Gefangnuß geworffen wer--dest. wahrlich / ich sage dir / du wirst nicht von dannen herauskommen/ bis du den letsten Waller bezahlt hast. Die Manier zu-reden / deren sich der Heyland bedienet / ist »»eigentlich. Sie ist/ wie einjeder sitzet / Hergenohmen von menschlichen Gerichten/ und demjenigen/dasvor selbigen zugeschehen pflegt/ ins besonder von den ehmahligen Schuld-Gerichten der Juden / in welchen derjenige / so über einer Schuld mitRecht ist worden verfället / anstnnds von dem Richter übergeben wor-den dem dabey stehenden Diener / der selbigen so gleich geleget in gesang-lichen Verhaßt / darinnen er auch so lang müssen bleiben'/ bis er denletsten Waller/ oderCreutzer/ Quadranten?/ so die geringste der Römi-schen Müntzen/ ein vierter Theil eines Römischen Gchlüings gewe-sen ist / bezahlt und entrichtet hat. Daher dann einem Menschen / dersich vor dem Richter einer faulen Schuld bewußt wäre / nichrs bessere töntegerathen werden / als mit seinem Widersacher bald freundlich zustyn/Und das/ dieweil er noch mit ihme auf dem weg nach dem Richtergewesen ist / und eh er würcklich die Sach hat an das strenge Recht wach-sen lassen. Dieses sppiioret nun der Herr Jesus hicher gar artig. Eslasset sich dahin auch gar woUppticiren. Es sind nämlich zwey Menschen/deren einer den andern beleydiget/ und die noch gegeneinander»/ eintwedervon beyden / oder wenigstens der einten Seithen noch ohnausgesöhnet sind/und mit einander in Zorn und Feindschaft leben/zwey mit einander gleich-sam im Rechten stehende Personen. Vergleichen sie sich nicht mit einan-der« in Liebe / so gelanget ihre Sach endlich vor den compeririichen Richter.Dieser Richter ist der ewige Gott / der Richter aller / der einige2 ac 4 -i- Gejaygeber/ der da mag selig machen und verderben ; Der Rich-ter / von deme die Kirch bey Jesaja gesprochen: Der Herr ist unserI«s-rr:-r. Richter / der Herr ist unser Gesetzgeber/ der Herr ist unser Ronig.Diesem Richter wird die Sach anhängig gemachet/wie Durch die Grau-samkeit -er in diesem Geschäfft unterlaufenden Lieblosigkeit und geistliche«Mörderey selber / so vornehmlich keine der rechtenden Partheyen sich zueiner liebreichen Versöhnung kan entschließen / so / im Fahl der einte sichentschlösse / und aber an dem andern mit allem seinem betten und flehennichts ausrichtete/ durch die heimlicheHertzens-Seuftzer jennessen/welcherdas gantze Geschäfft endlich/ nicht ohne innige Betrübnuß über des andernHartnäckigkeit/Gott und seinem Gericht lediglich überlasset/ und es zwahrenohne Schelten und Raachschreyen/ nach dem Exempel des Herren Jesu/dem der da recht richtet / anbefihlet. In diesem Fahl spricht nunDeut. der ewige Gott/ dessen Gesatz ein ftuerigcs Gesatz ist/ über den im Rech-ten