Band 
I. Tomus.
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Das geistliche Augen ausreisten-

trauriger Weise geärgeret wird. Es ärgert den Menschen sein Willesamt desselben incimälionen und Neigungen / so bald sie sich anfangen vonihrem rechten Vorwurff/dem höchsten und wahren Gut/so da allem bequemist/unser ganzes Hertz auszufüllen/und die unendliche Begierden deffelbigenzuersättiqen/ab/und hingegen auf eitele Schein- und Neben - Güter/ alsda sind Reichthum/ Ehre/ Wollust/zuwenden. Dann die reich / und soauch geehret werden/ und in den Wollüsten sich weltzcn wollen / die fal-len in Versuchung und Stricke / und in viele rohrechte und schäd-liche Begierden / welche die Menschen in den Untergang undi.Tim s r.. das Verderben verscncken. Es ärgeret ihn feine EinbildUNgs-und Gedächttmß-Kraft. Wann ein mancher sich weniger leichtfertige undgeyle Einbildungen in seinem Gemüth selber machete/ so wäre er keuscher.Wann ein anderer die ihme zugefügete Unbillen in seine Gedächtnuß nichtals in Ertz nnd Stahel eingrube / so wäre er liebreicher und versöhnlicher.Gleichwie uns aber leichter Dingen ärgern die Kräfte der Seelen / so thunes auch/nach der genauen Vereinigung/ die der ewige Schöpfer selber zwi-schen diesen und den Gliedern des Leibes gemachet / vielmehr aber der schänd-lichen Unterwerffung/ in welche die doch weit cdlere Seele durch die Sündegegen den Klumpen Fleisches/ den wir Leib heissen/ verfallen/ eben soleicht alle Glieder diefts letstern. Es ärgern uns z. Ex. wie der Herr Je-Matth.,»lr. sus auch anderstwo in unserm Evangelio redet / unsere Füsse / wann sieuns bringen in solche Gesellschaften / zu solchen Gelegenheiten/und an sol-' che Oerther/da wir ohne schwchre Sünden-Fähl kaum wegkommen kön-nen; wie Dina/ da sie setz ausgegangen/die Töchtern des LandesGen. 14 : r. zubefehen / und Petrus / da er zuwider dem Willen seines Heylands/ dem-Mattb.-s: selbigen in den Hof des obersten Priesters nachgefolget/ solches trau-riger Weise erfahren haben / u. s. f. Es ärgern uns unsere Ohren / wannsie Lust haben / leichtfertigen Schimpf und Narrenthädigung / dieden Christen nicht geziemen / item falsche und verführische Lehren/fehr-ner allerhand ungegründete Schein - Einwürffe gegen die Ausübung einesthätigen Christenthums/anzuhören. Es ärgeret uns die Zunge/wann sieselbst dergleichen Dinge gern redet; unser Mund und Gaume/ wann erseine Lust in allerhand niedlichen Leckerbißlein / in täglichem Wolleben/essen und trincken suchet / u. s. s. Ins besonder aber ärgern uns auch mehr-mahlcn/davon wir nun etwas mehrers sagen müssen / nach der specisieirli-chen Erinnerung des Herren Jesu in unserem Text / unsere Augen undHände. Beyde ärgern uns auf eine hauptsächlich zwcyfache Weise; wannsie uns nemlich eintweder reihen zur Begehung des Bösen / oder aber ver-hindern in Auswirkung / hiemit die Schuld sind an der Unterlassung desGuten. Wf