Band 
I. Tomus.
Seite
1006
JPEG-Download
 

Schwerem. Matth.V. zz-zy.

roos

bey dem geschworen / der von Ewigkeit zu Ewigkeit lebt / wel-cher den Fimmel / und was darinnen ist/ und die Erde/ und wasdarinnen ist/und das Meer/ und was darinnen ist/erschaffen hat. Apoeuorrk.Schreibt Johannes in seiner Offenbarung, u. s. f. Wer wil dann mitGrund können dencken/Jesus habe in diesen Worten gar alles Eydschwee-ren verbieten wollen?. Wann dann der Heyland sagt: Ich aber sägeeuch : Ihr sollet sanglich nicht schwemm ; So lehret die Natur derSuch selber/ die allezeit die beste Auslegerin der Worten eines jeden ver-nünfftigen Menschen/ und so auch des weisesten Herren und Heylands JesuChristi ist/ daß man diesen Worten geben müsse einen solchen Verstand/als einendieselbige leiden/und die Umstände/der Zweckdes redenden/u.s.f.es mitbringen. Ihrsollet sanglich nicht schwemm/ ist dann so viel/als:

Ihr sollet sanglich nicht schwemm / wie nemlich die Juden / unddasGottes Gebott zuwider / geschworen / und daß man ohne Sünde schwe-ren könne / geglaubet haben. Eben wie / wann Jesus anderswo in diesemEvangelto gesprochen: Ihr sollet euch nicht Rabbi nennen lassen;sstsennec auch auf Erden niemand euer» Vater ; Auch sollet ihrnicht Lehrer genennet werden / er damit ss viel sagen Wollen/ als: Ihrsollet solches nicht thun auf die Weise / wie es die Juden gethan haben. »^Wie aber die Juden geschworen / das haben wir allbereit gehöret. Siehaben vorderst geschworen / und selbs bey Gottes Hochheiligstem Nameneydliche Betheurungengethan/ auch in und beyden ntchtöwerthigsten/leicht-sinnigften Sachen und Anlasen. Das nun sol nicht thun ein wahrer Christ.

Er sol in diesem Sinn sanglich nicht/ und das niemahl schweeren.

Er sol den Eyd hingegen / wie wir oben gehöret / fürchten / und selbigen Leck.»:-,als etwas heiliges in keinen andern / als den allerwichtigsten Fühlen / indenm esvornehmlich/ wieunserCatechismuS sagt/ die Obrigkeit/ Got-tes Ehr und des Menschm^eylzubefordern/erfordert/ gebrauchen.

Die alten Heyden selber haben erkennet/daß die Viele der Eyden züchte dieViele der Meyueyden. 'Lx Falsche Eyde kom-

men her aus der Viele der Eyden. Gottes Name ist so groß / so herr-lich/ und so erschrecklich / daß man selbigen nicht eher eydlich sol anrüsten/als in Sachen von grossem Moment und Wichtigkeit. Thut man es an-ders / so schändet man diesen Namen. Gott ist der grosse Rönig der Welt.

Ob nun gleich ein König in wichtigen Sachen billich zum Schiedrichterund Beurtheilet wird angesprochen/so wurde er sich doch höchst ^om,rtund verachtet befinden/ wann er darum solle angelanget werden/ daß erzwischen jungen Buben / z. Ex. in ihren kindischen Spiehlen einen Richteragiren solle. Das so hieher leicht zu »pp^ren ist. Ein rechtes Kind^ Erster Theil, j Iiiiii miß-