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Der Gre uel des falschen und leichtsinnigen _
2ac.5-.l-. du thust / damit du nicht in Verdammnuß fallest. Einmahl dasWort Gottes ist lebendig / und kräfftig / und scharffer als ein
Hehr.4: zweyfchneidendes Schwert / das er unter so vielen Donner und Blitz-Streichen ehmahlen ab Sinai selber ausgesprochen hat: Du folr/ du solr/wilft du anders mein Kind seyn/und zu meinem geistlichen Israel gehören/den Namen des Zerren deiries Gottes nicht leichtfertig nehmen.Dann der Herr wird den nicht unschuldig halten / der seinen Na-
E,«d. -0! 7. mcn leichtfertig nihmet. Billich sollen dir dann diese Worte ein Schloßan deinen Munde legen/ daß duhinköttfftig so nimmermehr sündig-test. Höre dann noch einmahl! Gottwil dich nicht unschuldig halten.Bey Menschen mag schweeren / fluchen/ lästern rc. frey durchgehen. Siemögen den straffen / der eines andern guten Namen anfichtst / und den un-geßrafft lassen/ der den Namen über alle Namen schändet. Sie mö-gen den an Galgen aufhängen / der frömde Güter stihlet/ aber dem durchdie Finger sehen / der dem ewigen Gott seine Ehre raubet. So wil esdoch Gott so nicht machen/ sonder einmahl den dießfahls schuldigen kei-neswegs für unschuldig halten. Er hat es ja selber schon vielmahlen /und das auf gantz exemplarische und ausserordenliche Weise / gezeiget. Ei-nen manchen hat schon das Wetter getroffen / der selbiges ohne Unterlasim Munde geführet. Andere Schweerer und Flucher haben aus andereund andere Weise ein Ende mit Schracken genohmen. u. s. f. Undgeschiehet es gleich / daß Gott solche Zorn-Gefasse auch etwann mit Lang-muth traget / und ihnen eben deßwegen mit seinen schwehren Gerichtenund Straffen verschohnet/ so sollen fie doch/ wann fie nicht Büß thun wer-den/ dem zukönfftigcn Zorn nicht entrinnen / sonder Sathan vermahleneins an ihnen zum Scharffrichterwerden/uud fie mitjenem armseligen Men-schen in der Evangelischen Gleichnuß in den Hitzen des unauslöschlichenFeuers ausruffen müssen: Ich leide Hemm dieser Flamme/ auch keinTröpflein Wasser bekommen können / um ihre glühende Zungen / die fiehier in Zeit zur Entheiligung des Göttlichen Namens so schändlich miß«brauchet/und die so manchmahlcn verdienet hätten/ ihnen aus dem Rachengerissen zuwerden/ damit abzukühlen in alle Ewigkeit.
Und darum um Gottes Willen / 0 Sünder / 0 Flucher und Schwee-rer ! bedencke doch nunmehro was du thust. Du wütest ja wahrlich wi-der deine eigene Eingeweyde. DuschickestPfeileabwiderdenHimmel/dieaber selbigen doch nimmermehr treffen/ sonder dir nur wieder herunter aufdeinen Kopf fällen / und dich selber tödlich verwunden werden. Laß danndieses / ist dir anders deine Seele lieb / in das könjstige bleiben. BitteGott/ -aß er dir deine bisherige Schwüre / Flüche / Lästerungen/