dertthristen. Matth.V. z8— 4 r.
unversöhnlichen Wesens halber unter Gottes erschrecklicher Donncr-Hanoeewig sitzen nnd schwitzen müßten / sich vor Gott in den Staub und dieAschen legeten / und sich um seinetwillen in das könfftige in ChristlicherLiebe und Sanfftmuth mit ihrem sie auch etwann beleydrgenden Nächstenbetrugen/und eher zwey Unbillen Meiden / als eine eintzige Raache aus-zuüben/ sich resolviren möchten-!
Endlich M. Gel. haben aus dem verlesenen Text auch noch ihre Pflichtznlehrnen/wie wir alle ins gemein / so wahre Christen und Kinder Gottesins besonder. Die leben / so lang sie auf dieser Erde leben/ in ZymnzsioöL pzlXlbz psttemir, in einer urchenen Rampf-Schul der Gedult«
Sie sind umgeben mit einer gantzen Welt voll gottloser oder böser Menschen.
Da giltct es nun freylich dem Bojen widerstehen. Kinder Gottesmüssen sich dieser bösen Welt nicht gleich stellen / sie müssen anders alsselbige denckcn/ anders als selbige urtheilen / anders als selbige reden/ andersals selbige handeln; Sie müssen sich dem Strohm der allgemeinen Ver-dorbenheit/ als so viele geistliche Dämme/ wiedersehen / und mit denun-fruchcbahren wercken der Finstcrnuß keine Gemeinschafft haben/sonder diestlbige vielmehr bestraffen / und der gottlosen Welt zurZeugnuß Gottes gerechte Gerichte und Straffen ankünden/ und das vor-nehmlich auch in diesen unsern leisten und schlimmen Zeiten/ da es die heu-tige Welt durchgehends noch schlimmer und böser machet / als esehmahlenSodoma und Gomorrha / Adama und Feboim gemachet haben /und da es recht gehet / wie Lutherus geweissaget: Es werde noch jobös werden aufErden/ daß die Fromme in allen winckeln werdenschreyen : <k> lieber Gott/komme nur bald mit dem lieben jüngstenTagDa gtltet es aber auch/ in einem andern Sinn/ demselben nach ChristiErinnerung im Text nicht widerstehen; die Unbillen/ die Lästerungenund Schmähungen / die Kinder Gottes von eben dieser Welt/die sich dochdurch Gottes Geist/ so wenig als die erste gottlose Welt / wil straffenlassen / in sich schlucken/ die Verfolgungen und Verunwerthungen / die sievon selbiger leiden müssen / mit Sanfftmuth und Gelassenheit über sich neh-men/und sich eher/als daß man sich selber rächen/und Böses mitBösem/Scheltworts mit Scheltworten vergelten solle/auch auf den andernBacken schlagen / über den Rock noch den Mantel nehmen / und avfzwo Meilen zwingen lassen / hiemit sich von dem Bösen nicht lassenüberwinden / sonder das Böse überwinden mit Gutem. Ach thut Rom.»das dann / o theure Kinder Gottes/ die ihr doch zu diesem Leiden beruf-ten seyt. Dencket / leiden / und meiden / und schweigen / seyen dießfalsder Christen beste Waaftn; Dencket/das seyen die sicherste Mittel in der
bösen