Band 
I. Tomus.
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1084
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geg en den Armen. Matth. V . 42. io8z

oder ein jedes derselben / lvoo. Gulden haben müsse / eh es könne ein ehr-licher Mensch/ ein Christ seyn/ in das Reich Gottes kommen? u.s. f.

DaS nöthige den Kindern hindcrlassen/ ist Christlich/ und deine Pflicht. Abernicht viel überflüssiges. Dann das dienet ihnen meistens nur zum Strickund zur Versuchung. Zeuhe deine Linder auf in der Zucht und Ver-mahnung des Herren / und lehre sie/recht erkennen die wahre Beschaffen-heit der himmlischen Reichthummen / die droben sind. Schaue zu / daß dusie aus dem Schlamm der Eitelkeit/in dene man sie ach leyder! in diesenfleischlichen Zeiten gewöhnlich selber vorschlich hinein stosset/ heraus reiffest/und Erkantnuß/ und Liebe / und Forcht GotteS bey Zeiten in ihre Hertzenpflantzest/ so machest du sie recht reich / und bin ich versichert / sie werdendir in solchem Fal 1000. mahl mehr dancken/ so du jetz liegest und faulestunter dem Boden/oder dich 1002. mahl mehr / und zarter/ und seimigerlieben / so du noch lebest auf dieser Erde / als wann du ihnen gantze Tonnenund Millionen dieses dicken Loths/ wie die Schrifft redet/ wir möchtensagen / gantzeFuder dieses Mists hinderlassen. Zu dein/ wilt du so närrischseyn / und dich zu dem End hin berauben der himmlischen Reichthummen/damit du deinen Kindern htnderlaffest indische Reichthumme ? Ist es recht/daß du die Kinder GotteS lassest sterben vor Hunger/ damit deine Kindertäglich mögen herrlich und in Freuden leben ? Daß du die Glieder Jesulassest nacket gehen / damit deine Nachkömmlinge in Purpur und Seidenmögen Uebermuth treiben ? Ach was wilt du an jenem Tag sagen und ant-worten/ wann Jesus dir jetz vorwerfen wird: Ich habe gehungert/und du hast mir mchtzuessen gegeben. Mich hat gedürstet/und duhast mich nicht getrancker. Ich war ein Fremdling / und du hastmich nicht beherberget: nacket / und du hast mich nicht bedecket.

Wilt du sagen: Herr/ ich mußte es meinen Kindern geben/ ich konte esdir nicht geben ? Hiesse das nicht/ Jesum minder lieben als seine Kinder?Weißest du aber nicht/ daß Jesus in diesem Fal selber gesprochen : werSohn/oder Tochter über mich liebet/ der ist meiner nicht werth. Math.-»:Ach wilt du reiche Linder haben / so folge dem Räch jenes gottseliger»Kirchenlehrers / und hinderlasse ihnen nicht grosse Summen undmächtige Herrschaften/ sonder hinderlasse ihnen den reichen Gottzu ihrem Schuldner/ so hast du ste versorget sur Zeit und Ewigkeit.

Du aber/ 0 Barmherziger Herr Jesu/ Grosser MitleidigerHoherpriester / giefle du selber in unser aller Heryen aus deinenHeil.Geist/ der ein Geist der Liebe und der Erbarmden ist/ undmache uns durch selbigen willig zu dieser heiligen Pflicht, Schrei-be