Band 
I. Tomus.
Seite
1135
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Die Beweg - Gründe der Liebe

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der Sündern und Maul - Christen / die da lieben nur die/ die sie lieben/und allein ihre Brüder geüssen. Ihr müsset so dann auch dießfals thunwas furtreffliches. Sonst hat euere Liebe keinen Danck weder bey Gott/noch bey den Menschen / und ist des Namens einer rechtschaffenen Chrtstcn-Liebe unwürdig. Ach dencket dann dem/ o ihr alle/ die ihr Christen undKinder Gottes aus uns zuseyn prcetendirt/hoffet und wünschet/wol nach/und brauchet eben dieses Nachsinnen als ein krässt-ges HM - Mittel/ dieseFeindes-Liebe in je länger je reicherer Maasse/und lebendigerer Krafft zu-erlangen. Kommet euch dreselbige schwchr an / wil sie euerem raachsüch-tiqen und feindseligen alten Adam nicht ein; Ey gedencket/ es müsse dochsolches nothwendig seyn / sonst könnet ihr keine Kinder Gottes seyn / euchLas Recht dieser Kindschafft nicht anmaßen / das Erbe derselbigen nichthoffen ; das fordere von euch die Müdigkeit der Göttlichen Kindschafftnatürlich und nothwendig; ohne das wurdet ihr wider die handeln / euchaus der Dignitet der Göttlichen Kindern muthwillig -egradiren/ und denZoüern undHeyden gleich werden; dadurch wurdet ihr den Lohn in denFimmeln /der groß ist/ nicht nur verliehren/ sonder euch noch über dasGottes ewigeRaach und StraffüberdenHals ziehen/ und vermahlen einsan dem Orth/ wo alle feindselige höllische Geister/ alle lieblose Zoller undSünder / den geziemenden Lohn ihrer Lieblosigkeit ewig däuen müssen/heulen und mit den Zähnen kirren müssen. So Wird euch / ob Gottwil / auch diese Reflexion allein diese sonst schwehre Pflicht um vieles leicht/süß und angenehm machen. Ehr - Geitz und Reputations - Sucht sindsonsten in der Welt gemein/ins besonder auch unter denjenigen/welche dieEhre haben / zuseyn Kinder der Königen und Grossen dieser Erden. Dasfind die zwey Haupt- Räder/die das Uhrwerck ihrer meisten Unternehmun-gen treiben. Sie sind sorgfältig / niemahlen hiewider zuhandeln / oderetwas zuthun / oder zuunterstehen/ das der Würde ihrer hohen Abkunffteiniger Massen zuwider wäre. Der junge König Alexander wolle daherschon in seiner ftühen Jugend niemahlen mit andern / als lauter Fürsten -Kindern kämpfen / und in den Olympischen Schauspiehlen in die Wettelausten. Das pflegen ihnen auch ihre Gouverneurs und Hofmeister beyallen Anläsen einzuschärffen/ und den poim ä' konneur ihnen bey Zeitenliess in das Hertz Mucken/ und auch aus diesem Grund fürnehmlich/weiletwas entweder mit ihrem Rang und Würde wol überein komt/oder nicht/dasselbige ihnen zuverläiden / öder zubelieben. Der junge König Anti-gomls wurde auf eine Zeit zu einer Gesellschasst etlicher wollüstiger undschlechter junger Leuthen eingeladen / fragte darauf seinen Hofmeister ummen Rath / ob er gehen tolle/ oder nicht ? Erhielte aber hierüber diese -

kurtze