Band 
I. Tomus.
Seite
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_ der Feinden. Match. V. z z-47. _ n-4.9

te/ und von den Sündern abgesonderte Hohepriester/ ja zugleich derstarcke und ewige Schn Gottes selber gewesen ; So begegnet das theureWort Gottes diesem Einwurff durch Vorstellung auch anderer nur mensch?licher Exemplen/ die unshier billich zuVorbilderndienensollen. Einsol-ches Exempel Ware der gottsförchtige Joseph. Was vor tödliche Feind-seligkeiten hahen diesem frommen Bruder stinedarinn gewiß gottlose Bru-der bewiesen ? Sie haben thme kein freundliches Aug gegonnen/ ihne mitden spöttischesten Schmähworten übergössen: Siehe der Träumer / derTräumer komt ! hat es bey ihnen geheissen; Ja sie haben ihme gar sei»junges Leben mörderischer Weise auszulöschen getrachtet; das auch ge-wißlich / fahls Rüben und Juda es nicht gcwehret / geschehen wäre.

Endlich haben sie thne durch eine mehr als Heydnische Lieblosigkeit/undrecht grausame und barbarische Barmhertzigkeit / jenen JsmaelitischenKauffleuthen um 20. Stlberling/ ihne/ wie sie vermeynten/ in eine ewigeSclaverey/ die arger als der Tod selber gewesen wäre / hinzuschleppen ver-laustet. O Grausamkeit! Welcher andere Bruder wäre darüber gegensolche feindselige Stteffbrüdere nicht gleichsam enr^ret worden / und hattenichts mehrers gewünschet/ als zu einer etwelchen Versüssung seines bitternElends / dem einten/ oder andern aus ihnen / es bey Anlas eintranckenzu-können ? Allein Joseph wäre gesinnet gantz anders. Er liebete diese seineFeinde auf eine sehr herrliche Weise. Dann als der Anlas sich an ihnenMächen/sich dem Joseph geprwsentiret/ und seine feindselige Bruder in derZeit der grossen Tbeure zu ihme gekommen / um bey ihmeBrotzukauffen/so hat er ihnen solches nicht nur reichlich zukommen lassen / sonder sie auchmit hundert andern Gutthäten noch überschüttet/ und in dem Lande Gosenmit den ihrigen nach eigenem ihrem Hertzens-Wunsch versorget/und ihne»so feurige Rohlen auf ihre ^äubter gesamlet. Und als dieses/ so langals ihr gemeiner Vater Jacob noch lebte / den Anschein hätte haben mögen/als geschähe es nur diesem letstern zu Gefallen/ so hat Joseph / da auch dieserden Weg alles Fleisches gegangen / das Gegentheil in der That gezei-gt! ; Und als sich seine Bruder jetz geforchtet/ und gesprochen: Josephmöchte uns gramm seyn / und wollen vergelten alle Bosheit/ diewir an ihme gethan haben / gegen sie bezeuget: Lörchteteuch nicht:

Bin ich dann an Gottes statt/ daß ich mich namlichan euch rächen solle?

Ihr gedachtet Böses über mich/aber Gott hat es zu Gutem ge-wendet / daß er thäte / wie es jetz am Tag ist / viel Volck zusc-halten. So forchtet euch nun nicht / ich wil euch und euere Rin-der versorgen. Ein solches Ampel Ware der Mann nach Gottes Gen.;o!ir»sErster Theil») Ddddddd Wunsch