Band 
III. Tomus.
Seite
2523
JPEG-Download
 

1 92 Die Anternussen der wahren Gebäts-Andacht / samt _

Brot bätte/ ihm einen Stein geben wur-de? Und so er um einen Fisch hätte/ erihm eine Schlang geben wurde ? Sodann ihr/ die ihr bös seyt/ könnet euernKindern gute Gaaben geben/ wie viel-mehr wird euer Vater/decinHimmelnist / denen Guts geben / die ihn bitten?

Fürgeliebte / rc.

Ir haben die eben verlesene Texts-Worte/allbereit zuzweyen verschiedenen Mahlen gegen Euer Andacht derWeitläuffigkeit nach erklähret und zugeeignet/ uns abervorbehalten / bey Anlas derselbigen/ noch in einer beson-dern Predig ausführlich zuhandel«:

l. Zwahr von den Haubt - Ursachen / welche der meistenChristen Gebater unandachtig und kaltstnnig/ folg»lich auch unerhörlich zulassen pflegen / hiemit denHindernussen der wahren Gebäts-Andacht und Ge-bats-Einbrunst.

II. Von den geistlichen Hilffs - Mitteln hingegen dieserAndacht und Einbrunst. Und das nun gedencken wir zu-thun dieser Stund/ und demselbigen auch

m. Beyzufügen die Beantwortung einicher Einwürf-fen / welche etwann fromme Kinder Gottes überihre in ihren Gebatern gespührete Unandachtig-keit und Eiferlosigkeit zumachen/ und dadurch sichselber ihre geistliche Gemüths -Ruhe/zu ihrereige-nen nicht geringen Qual und Herzens-Angst / zu-stöhren pflegen.