Z22 Di e weite Zöllen Pforte/ und der von v iel en bewande lte
ten folgen : Also spricht der Herr: Stehet aufdie Straffen/ undsehet/ und forschet nach den alten wegen / welches doch vergüteweg seyc / und wandelt darinn / daß ihr Ruhe findet für euer«2 rr.«!l«' Seelen. Lasset uns mit jenen bußfertigen Lindern Istaels und Judadarauf auch kommen / und wäincn/und eilen/und den Herren unsernGott suchen. Lasset uns der Straß gegen Zion nachforschen / undunsere Angefachter dahin kehren. Lasset UNS kommen/und dem Her-ren anhangen mit einem ewigen Bund/dessen nimmer wird vergefiIdiv ;o:4-;.sen werden. Lasset uns mit einem blossen Mund-Glaube/ und einem Le-ben/Wie der meisten nicht nur öffentlichen Sündern/sonder auch ehrbahrenSitten-Christen ist/ nicht zu Friede geben/ sonder nicht eher ruhen/bis sich bey unserm Glaube bcsindetdasjenige/was ihn machet zu einer engenPforte/ nemlich das rechte Hinetntringen in Iesum/und das ängstliche Äch-zen / Seuchen/Lächtzcn/Schreyen / Hungern und Dürsten nach Jesu/ undbey unserm Leben das/ so ihnsmachetzueinem schmähten weg/nemlichdie wahre Gleichförmigkeit mit dem Leben Jesu. Jesus ist eine enge Thür.Sol unser Leben dann dem Leben Jesu gleichförmig seyn/ so muß es auchseyn ein enges / ein in die enge Schmücken der Göttlichen Gcbotten einge-sagetes/ ein niedriges und demüthiges/ ein der Welt und ihren Lüsten ge-storbenes Leben. Sehen wir dann / wie der meisten Leben gantz anders /und in diesen Lüsten noch gantz versoffen ist/ undwiesieinsbefonderauch zudiesen Zeiten die Gnade unstrs Gottes/ der uns vom Himmel herabRegen und fruchtbahre Zeiten giebet/und unstre Herzen mit Spei-Act.'4!'7. stund Freuden erfüllet / so gar zum MuthwiUen und Gäilheit versetzen/und dw.chgehends nichts als Wollust und rnuthwlllen treiben/Och-^. stn schlachten/ und Schaase stechen / Fleisch essen/und wein trin-^^n/ ey so dencken wir/das schicke sich besser aufden breiten weg/und un-ter die weite Pforte/ die zur Vcrderbnuß hinführet / nicht aber aufden schmahlen weg/ und unter die enge Pforte/ die zum ewigen Le-ben hinführet / und welche wir einmahl/ wollen wir anders selig werden/erwehlen müssen / ja darauf wir uns vielleicht schon würcklich gestellet ha-ben / und bis an unser seliges Ende zuvcrharren gesinnet seyen. Und da es/um auf diesem schmähten weg/ und durch diese enge Pforte /glücklichfortzukommen/ nach der Eingangs angeführten Erinnerung des Herren Je-su/ viel geistlichen Ringens brauchet/ auch liebe und treue Kinder Gottesdießsahls ja wahrlich einer Armee gleich sind / die vor einer starckcn Lestunglieget/ und Schritte für Schritte gewinnen / auch jederzeit wieder aufdaSneue fassen und stürmen muß / so sie selbige endlich erobern wil / o so lasset unsauch hier / um die veste Engelsburg / die droben ist / die hohe Zions-
Skadk/