Band 
III. Tomus.
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2961
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6zs weissagen, Teufel austreiben, wunderchaken verrichten/

und unsers Herren Jesu Christi/ und von der daraus fließenden ledigen Ueber»gab seiner selbs an diesen theuren Erlöser/und dem unetngeschranckten Fleißund Bestrebung zuthun seinen heiligen Willen. Auch ohne das nuzet einenMenschen alles andere nichts. Er mag bestzen noch so rare Talente undGaaben; er mag in dem äußerlichen Dienst Christi noch so vieles und herr-liches / und selbs wundersames / thun beydes und leiden / und so auf einenoch so laute und distinguirte Weise Herr, Herr, rüsten, so er diese Liebenicht hat/und daraus nicht thut den willen des Vaters, der in Him-meln ist, so kan er nicht in das Reich der Himmeln eingehen. Wirdörffen die Beweisthümmer vor diese Wahrheit nicht anderwerthSherzu-entlehnen/ finden wir doch ein überkräftiges in unserm Text/in dem der HerrJesus / nachdem er in den nächst vorhergehenden Worten insgemein be-zeuget : laicht ein jeder, der zu mir sagt, Herr, Herr, wird in dasReich der Himmeln eingehen, sonder der da thut den Willen mei-nes Vaters, der in Himmeln ist, diese Bezeugung nun appliciret aufbesondere Personen / die auch im Nnmen Jesu mir Menschen- undEngel-Zungen geredet, geweissaget, Bergeversezer, Teufelausge-rrieben,und andere viele Thaten vollbracht, und doch vermahlen eins/weil ihnen dabey diese Liebe gemangelt / aus dem Reich Gottes vor ewigsollen ausgeschlossen bleiben. Es werden an jenem Tage viele zu Um-lagen : Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Nmnen geweissaget,und in deinem Namen Teufel ausgecrieben,und in deinem Namenviele Thaten vollbracht/ Und alsdann wird ich ihnen bekennen:Ich hab euch nie gekeimt: Weichet von mir, ihr, welche die Un-gerechtigkeit würcket. Es enthalten nehmlich diese Worte in fich einenähere Ausführung dessen/ was Jesus in den vorhergehenden insgemeinvorgestellet hat. Der Zweck des Heylands bey dieser Ausführung ist / diesefeine gemeine Vorstellung zubestäthigen / fie desto tteffer in unsere Herzenhineinzutrucken/und uns schließen zumachen/wann viele distinguirte Herr-Herr-Ruffer und Wunderthäter nicht werden in das Reich der Himmelneingehen/ wie viel weniger diese Seligkeit zu Theil werden werde denen/soes bey dem gemeinen Herr Herr-Russen bewenden lassen / hiemit uns folg-lich zu desto sorgfältigerer Auswürckung unsers ewigen Heils aufzumunternund anzusporren. Die Materi ist so dann übermahl wichtig.

Ach! verleihe du / o Herr Jesu! zu selbiger Kraft/Geist/und Leben. Laß mich in dieser Predig nicht seyn ein blossesthönendes Ertz/und eine klingende Schelle/die nur der ZuhörernOhren fülle / sondern laß selber ihre Herzen heilsamlich gerüh-mt/