des Herren Jesu. Match. Vll. 24-27. 677
fen / und sich recht lebendig zueignen / die Gott dem himmlischen Vater fürLas einige Lösgelt seiner Sünden anprcesentiren / auch aus dieser Gerech-tigkeit durch eben diesen Glauben dir Kraft der Heiligung/in anhaltendemSeufzen und Bäten/ in sich schlucken/und so dann auch in allen Stuckendieser Heiligung von Krafft zu Krafft hurtig fortgehen / nicht um sich dadurcherst die Gerechtigkeit zum Leben zucrwcrben/ sonder der ihm allbereit erwor-benen/geschencketen und zugerechneten Gerechtigkeit sich zuversichern/unddie in der Schafft so oft gerühmte Früchte dieser Gerechtigkeit zum PreisGottes häuffig herfürzubringen. Daher der Herr Jesus auch zn diesemThun seiner Worten grad anfangs seiner Berg-Predig erforderet hateine wahre Armuth des Geistes/eine herzlicheTraurigkeit über seine Sün-den/einen geistlichen Hunger und Durst nach einer fremden / hiemit seinerGerechtigkeit/ ein reines Herz/ das man nach Zeugnuß der Heil. Schafftüberkomt erst durch den Glauben. Erst dieses Thundann gefälletGott. Act. i;:,.Dann erst dieses fliestet her aus dem Glauben. Alles aber was nichtaus Glauben gehet, das ist Sunde. Die zweyte Klippen / die dieß-fals abzuweichen/sind die Gedancken der mit Recht so geheisscnen 8 oii 6 ckL-norum , oder Nur-und Allein-Gläubiger in unserer Mitten / (dann alleProfitenten unserer allcrheiligftcn Religion so betituln/ wie es die Widcr-werligeim Papstthum und andere/ thun/heiffet lästern, was man nichtverstehet) welche in der Auswürckung ihrer Seligkeit es mit dem blossenGlauben ausrichten wollen / und dazu alle Wercke unnöthig achten; da siejedoch unter dem Namen des Glaubens bey weitem nicht verstehen dasjenige/was die Schafft eigentlich Glauben hasset/ als welches nicht etwas todtes/sonder lebendiges ist/dadurch das Herz von aller herrschende» Sünden-Liebegereiniget/ die Welt in und ausser! uns überwunden / Jesus in der Seelenvöllig auf den Thron gesezet / und der Gläubige diesem theuren Gott undHeyland als ein geistliches Räbschoß also einpfropfet wird / baß er in ihmeviel Frucht tragt ; sonder einen blossen Maul - und Lippen - Glauben /Ioh. 15 :5.eine kahle Beredung/ Jesus seye für uns gestorben/und habe uns den Him-mel verdienet. Von welcher Beredung dann diese blinde Leutheglauben/sie erseze alle andere Wercke/ und könne einem bey selbiger / er möge auchnoch so lasterhaft und unchristlich leben / als er immer wolle/ der Himmelunmöglich fehlen. Allein das heißt weit geläzet. Das heißt ja nicht ein-mahl die Worte des Herren Jesu recht hören, geschweige selbige hörenund thun zusamen. Die ganze Heil. Schrtfft überführet diese Gedanckender Thorheit/ Gottlosigkeit/ Unvernunffc. Wer diese Worte thun wil/der muß hiemit zwahr freylich haben den Glauben/aber einen weit andern/als einen so todten und kraft - und saftlosen Glauben. Er muß in seinem
Qffqqz Glau-