ist die rechte Weisheit. Watth. VIk. 24 -- 27. 727
in allein was wir thaten , allezeit das Ende , so Wurden Wir Wol nie-mah len, oder doch nicht so viel fehlen, Syr.?: Z9. Stuhnden wir/gleicheinem sorgfältigen Steurmann / jederzeit auf dem hindern Theil unsererschnell dahin segelnden Lebens - Jacht / 0 wie wurden wir so manche Sün-den-Klippen sicher vorbeyfahren/ und uns so vielmahl nicht/ als aber/ achläider! geschiehet/ in Gefahr des ewigen Schiffbruchs sezen. Sie lehretuns hingegen thun das Gute/und uns befleißen aller Christlichen Tugendenund guten Wercken. Sie lehret uns demüthig seyn. Oder kan wol der«jenige stoltz und übermüthig bleiben / der gedencket/ daß er Staub und Aschen?
Kan der hohe Augen und ein hoffartiges Herz haben/ der sinnet/daßbald die unfläthigsten Koth-Würmer zu seinen Aug-Löchern werden heraus-schauen / und Schlangen und Krotten in seinem Grabe herum kriechen?
Kan der in eiteln Kleidern bereden/der sich erinnert/innert wenigen Stun-den und vielleicht Augenblicken werde es heissen: Maden werden dir un-tergelegt werden, und Wurme werden deine Decke seyn / Kan der2es. 14: ir:mit Pharao trotzen: Ich bin ein Sohn weiser Leuchen, ich bin vonalcein Königlichem Stammen her, der Nicht vergißet/ daß er bey allem 2did.,srn.dem / so wol als pzuperrimomm l-mZuis p-rremum, der ärmesten LeuthenKinder / aus der Freundschafft Jobs / der zu der Gruben gefthrauen:
Du bist mein Vacer , und zu den Wurmen: Ihr seyc meine Muter,und meine Schwestern / Das lehret uns liebreich seyn und versöhnlich. 2obn7N4'Ach wer kan sich vorstellen das Centner schwehre Wort des lieben Heylands:
Sey bald freundlich mit deinem Widersacher, dieweil du noch mitihm auf dem weg bist, auf daß der Widersacher dich nicht über-antworte dem Kichrer, und der Richter dich überantworte deinDiener, und du in Gefängnuß geworffen werdest : wahrlich ichsage dir, du wirst nicht von bannen herauskommen, bis du den lez-een Halter bezahlt hast , und nicht so gleich allen Haß und LieblosigkeitMatti^n.aus seinem Herzen verbannen ? Wer die Sonne untergehen lassen überfeinen Zorn , da zugleich mit dem Untergang dieses Welt - Lichts ihmmöchte ausgeblasen werden sein Lebens- Licht ? Es lehret uns diese Betrach-tung gedulttg seyn. Weil das Leben kurz ist/ denckt ein solcher Weiser/so kan ja all mein Creuz unmöglich lang seyn. Alles Leiden dieser Zeitist doch nicht werth der Herrlichkeit, die an uns fol geossenbahretwerden. Der Tod , hat jener alte Weise wol gesprochen/ ist ein Win- R»m. snr.ker, welcher freylich dahin wirffet Lilien und Rosen, aber zugleichmir ihnen Nesseln und Dörner. Gott seye dafür ewig gelobet! Kin-dern Gottes wäre es sonst Gedult zuüben unmöglich. Aber nun ist ihnensolches zuthun leicht/ nachdem sie wiffen/daß das Blatt sich bald wenden sol/
und