Band 
III. Tomus.
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Der Christ betrachtet als ein weiser

dich mag weis machen zur Seligkeit, durch den Glauben in Lhri-»>Tim.r!i5.sto Jesu. Das zweyte ist das Buch der Natur/oder der ganzen Welt/darinn ein jedes Geschöpf ein Blatk/ein Wort/ ein Buchstabe ist. In die-ses Buch pfleget der weise Solomon seine Leser mehrmahlen hinzuweisen/um daraus die Lehren auch selbs himmlischer Weisheit zuergrciffcn. Ins-besondre hat dieser König der Weisen so viele der in stch zwahr uuvernunff-tigen Thieren / die jedoch solche Thaten verrichten/ aus denen ein aufmerk-samer Christ sich leichtlich den Schaz der himmlischen Weisheit vermehrenkan / denselbigen zu so vielen Sinn - Bildeten dieser Weisheit in seinenSchriften vorgestellet. In den Euer Andacht vorgesprochenen Wortenführet er zu dem Ende hinauf das Theatrum dieser Thieren viere. Vondenen bezeuget er/ daß sie zwahr die kleinsten, d.i. sehr klein und geringgeachtet auf Erden / aber dabey in der Weisheit vortrefflich weis seyen,d.i. solche Sachen thuen/in denen ein Weisheit-und zugleich Heils -begieriges Gemüth solche Spuhren einer/nicht zwahr in diesen Geschöpftenselber / sonder in ihrem ewigen Schöpfer / der die Urquell aller Weisheit ist/residirenden Weisheit entdecke / über die wir billich erstaunen sotten. Sel-bige nun sind dieAmeissen, die Heuschrecken, die Spinnen, und dannet-hin die RönigleiN/ oder/wie es andere geben/die Alp-und Berg-Mäuse.Es ist nemlich natürliche Weisheit bey den ersten / oder den Ameissen,daß sie / da sie ein schwaches Volcklem sind / so sonst den Winter übernothwendig crepiren und verhungern mußte / in der Ernde, oder demSommer, ihre Speise bereiten. Eben diese natürliche Weisheit abersol uns Christen lehren ein Stuck der übernatürlichen / oder himmlischenWeisheit / oder der wahren Rlugheic der Gerechten, das da ist / wie insgemein in der gegenwertigen Zeit für die zukünftige / im Glück für dasUnglück / in Gesundheit für Kranckheit/ so ins besonder in der Ernde / oderdem Sommer unsers Lebens/für den bevorstehenden und uns gleichsam aufdem Hals seyenden Winter des Todes / ja die endlose Ewigkeit sorgen/undi.Tim.er i-. auf selbige hin sich selbst einen guten Grund zum Schaz sammeln,damit wir da nicht ewig darben / und unsern Seelen nach vor geistlichemHunger sterben und verderben müssen / sonder uns hingegen an dem verbor-genen Manna des himmlischen Paradieses/und den Milch-und Honig-Ströhmen des obern Canaans/ ewig laben können; Zu dem Ende hin hie-Mit würcken weil es Tag ist, und die gelegene Zeit erkauften, eilige-denck/ daß die Tage böse und kurz seyen / und es auch hier hetsse: wonsestgs ell IxtZ ciiu, componile nicton: Der Sommer rucht, der Wintereilt, euch zubekehren nicht verweilt. Es ist natürliche Weisheit beyden zweyten/ oder den Heuschrecken, daß/ da ihnen/ so sie jez kinzel/ oder