Band 
III. Tomus.
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Baumeister. Match. VH. 24--27._ 769

Semmel- und Zucker- Brot für seine heilshungertge/ die wahre Lebens-Quell / der wahre Malvasicr und Muskateller für seine heilsdursitge Seele.Jenes alles ist körperlich / indisch / vergänglich / und daher mit der Naturseines Appetits und Geists so wenig proportioniert/ als wenigen Büsche-lein Heu und Stroh mit dem Appetit eines hungerigen Menschen. Diesesoder ist damit proportionirt/dann es geistlich/göttlich/himmlisch/ewig ist.Jenes alles kan diesen Appetit so wenig stillen / und den Schlund der See-len so wenig ausfüllen / als wenig ein Tröpflein einen Eimer voll. Unddaher ist dieses Einige Nothwendige suchen auch wahrlich/wie die Franzosensagen/1» Zrzncle Mire, das grosse Geschässr eines Menschen/ darumweil seine Suiten und Folgereyen aboutiren nach / und sich terminiren inder Ewigkeit. Da ist es um nichts wenigers zuthun / als darum / daß einMensch selig / oder daß er verdamt werde / d. i. entweder ein ewiges und un-endliches Gut erlange / oder sich in den Pfuhl und Abgrund des ewigen undunendlichen Uebels hinunter stürtze. Ist das nicht eine grosse Affaire / eingrosses Geschäft? Gewiß die grössefte Deffeins der Königen und Fürstendieser Erden/über die heut zu Tag in den geheimesten Cabineten derselbenso viel deliberirt wird / und zu deren endlicher Erreichung Engelland so vielefeiner Flotten aussendet/ und ganz Europa in Harnisch schliesset / und involler Bewegung ist / sind/ so wir vernünftig hierüber urtheilen wollen/wahrhaftige Bagatellen und Kleinigkeiten gegen dieses grosse Geschäft.Jenen hat die blosse Gewohnheit und Vorurtheil den Namen grosser Affairengegeben/ diesem einzigen Geschäft aber leget diesen Titul mit höchstem Rechtbey die Natur der Sach selber. Dann einmahl nichts ist wahrhaftig groß/als was ewig / was unendlich ist. Alles übrige ist eingeschrancket / es ver-gehet wie ein Traume / und daher ist es ja klein/nichts / ja weniger als nichtsgegen die Ewigkeit. Das gröffeste Geschäft aber vor andern Geschäftenaus/ und das mit dem gröffesten Eifer und Sorgfalt/ besorgen/ ist ja über-mahl Weisheit. Zwahr weiß ich wol / die Welt macht es durchgehendsanders. Sie sorget durchgehends für anders. Es heißet bey ihr: Hier,hier in der freyen Schweiz / zu Zürich / auf dieser Erden ist gut wohnen,da lasset uns Hütten bauen. Aber eben darum ist sie Welt / d. i. tollund närrisch. Dann einmahl zu allen Zeiten haben es weise Leuthe süreinen namhaften Theil der Weisheit gehalten / seine Sorgen nach demGewicht der besorgenden Sachen proportioniren zuwissen/ und hingegen istdie Unwissenheit dessen für ein gewisses Beweisthnm der Thorheit undUn-sinnigkeit unter denselbigen gepaftret. Was wurden wir selber durch-gehends/ Meine Brüder/doch halten von einem Menschen / der zwey Ge-schäfte zubesorgen hätte / das einte wäre von einem geringen Belang/L Dritter Theils Ee ee e und