Zweyter Abschnitt. rg
Unter den Pflanzen und Thieren ist die schwarzeFarbe, oLschon selbe öfter vorkommt, weniger ge-mein, oder mit engeren Gränzen eingeschränket. Dieschwarze Farbe der Stengel und Saamen gewisserPflanzen, die von Muschelschalen, Federn, dem Haar,so wie auch von der Haut des Menschengeschlechts ingewissen Himmelsgegenden, nimmt weiter nichts alsblos die äusserste Oberfläche ein. Die Schwärze derFrüchten ist, wie schon bemerket worden, gemeinlichvielmehr ein: Concentration irgend einer andern Farbe,als eine wahrhafte Schwärze. Einige Holzarten, be-sonders das Ebenholz, sind durch und durch mit einereigentlichen Schwärze gefärbet, von welcher ihr Wehrtgröstentheils abhänget, und welche die Kunst an ge-meinern Holzarten sehr glücklich nachahmet. Die bei-nichte Materie, welche den Mund gewisser Walisischeumgiebet, hat gleichfalls öfter eine ziemlich dunkel-schwarze Farbe, mit einer andern Eigenschaft, nämlichder Schnellkraft verbunden, die in vielen Fällen vongrösserer Wichtigkeit ist als ihre Farbe.
Unter den verschiedenen Substanzen, welche vonNatur mit einer tiefen und daurhaften schwarzen Far-be versehen sind, giebt es nur sehr wenige, welche sichdie Kunst zu Nutz machen kann, um diese Farbe andern
Kor-
don der geringsten, kaum merklichen Entfärbung aufdas Braungelbe an, bis auf eine volle, dem Gagatähnliche schwärze, von allen Mittelstufen antrist.Werben diese Kristallen gegen die Sonne oder dasLicht gehalten, so sind sie alle durchsichtig, und habenmeistentheils nur eine geringe Entfärbung auf dasBraungelbe und Braune.