Band 
Des ersten Theils zweyter Band.
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izo Historie der Farben.

Da die Gallapfel und das Farbholz ziemlich zart >gepulvert seyn müssen, damit ihre Krcfft desto leich-ter und wirksamer möge ausgezogen werden, so ist es !gut die Dinte von denselben abzusondern, wie in dem >zweyten der vorhin angegebenen Processen gelehret >wird; da ohne diese Vorsicht die Dinte oft mit den !feinern Theilen des Pulvers in Substanz beladen wird, !welches sich nach dem durch die Bewegung des Gefäs- !ses verursachten Aufstören lange Zeit in dem Liquor !schwimmend erhaltet. Darneben ist rathsam, umdie Dinte wegen Abgang der adstringirenden Materien ^sicher zu stellen, der von dem Bodensatz abgesöndertenDinte etliche gröblich zerstoßene Gallapfel, die vondem feinen Staub durch ein Sieb abgesöndert sind,beyzusetzen. Eben deswegen ist ein eichenes Faßgenzum Aufbehalten der Dinte eines der besten Gefässe,weil dieses Holz eine merkliche adstringirende Krafthat, und also beynahe die Stelle der zugesetzten Gall-äpfel ersetzen kann. Nebst dem Gallus kann mannoch einige Stück Eisen in das Gefäß thun, wie(Blatts. n8.) ist angezeiget worden.

111. Von der Zubereitung des Papiers füreine daurhafte Schrift.

Die Färber, wie wir hernach sehen werden, pfle-gen ihre Tücher, welche eine daurhafte schwarze Farbeerhalten sollen, durch das Kochen mit Galläpfeln vor-zubereiten, damit dieselben von den adstringirendenTheilen der Galläpsel mögen durchdrungen werden,

ehe