Siebender Abschnitt» 145
Vitriols herrühre, welche Lurch -ie hierbey nöthigeHitze, die man um die gänzliche Durchdringung desStoffs zu befördern anwendet, vermehret werde. Ob-schon der Eisenvitriol viel weniger ätzend ist, als So-lutionen von eben diesem Metall mil Salpeter - oderKochsalzsaure bereitet, so haltet man doch darfür, daßer es in einem höhern Grade sey, als der Alaun undWeinstein, welcher man sich zu den meisten andernFarben bedienet. Je schöner das Schwarz ist, destomehr glaubet man daß es das Tuch schwachen müsse,so, daß einige Schriftsteller die Schönheit der Far-be, und ihre Dauerhaftigkeit oder Unschädlichkeit fürdas Tuch als Sachen betrachten, welche nicht nebeneinander bestehen können, und glauben daher, es seyrathsam in beeden Stücken etwas nachzugeben, undsich mit einer Farbe von mittelmäßiger Vollkommen-heit zu begnügen, damit auch das Tuch noch eine mit-telmäßige Dauerhaftigkeit behalte. Ein DeutscherSchriftsteller über die Färbekunst, welcher durch denBeyfall des berühmten Stahls beehret ist, zeiget dieseSache in einem etwas andern Licht. Er bemerket,daß der Vitriol nur in so fern atzend bleibe, als er mitden Gallapfeln nicht gesättigt ist, und daß er durchden Gebrauch einer hinlänglichen Quantität von denGalläpftln seine Schärfe verliere und für das Tuchweiter unschädlich werde: Um die zu dieser vollkomm«nen Sättigung erforderliche Quantität zu bestimmenschlagt er vor ein Decoet von Galläpftln und eineVicriolsolution, in verschiedenen Proportionen miteinander zu vermischen, und auf weißes Papier zuItenTh.scerLMd. K tropfen,