Band 
Des ersten Theils zweyter Band.
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159
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Siebender Abschnitt. 159

getränkte Tuch darein eingerauchet. Nach der Bey-mischung des Vitriols sollte man den Liquor niemalzum Kochen kommen lassen, nicht nur weil die ätzendeKraft dieses Salzes hierdurch ohne Noth verstärketwürde, sondern auch wegen, dem Nachtheil welchendie Schönheit der Farbe dardurch leidet, wenn einTheil der eisenartigen Materie des Vitriols durch dieunmäßige Hitze in Gestalt eines Ochers abgesondertwird, ehe selbe mit der adstringirenden Substanz,wormit das Tuch geschwängert ist, zu einer hinlängli-chen Vereinigung gelangen kann. Das Tuch wird indem Liquor ohne Aufhören herumgetrieben, damit esdie Farbe überall gleichförmig annehmen könne, undzuweilen wird es für eine kleine Weile ausgehoben undgelüftet, welches etwas darzu beytragt die Farbe zubefestigen, und zu gleicher Zeit Gelegenheit verschaftvon der Dünkle derselben zu urtheilen.

Nach einem ungefehr zweystündigen Aufenthaltdes Tuchs in der Farbe findet man, daß es einegute Schwärze erhalten habe; man nimmt es so-dann heraus, wascht es durch kaltes Wasser, undbringt es auf die Walkmühle. Superfeine Tücherwerden zum dritten mal gewaltet mit warmem Sei-fettwasser, welches nicht nur die überflüßige Farbe,die sonst die Haut und Wasche beflecken würde,losmachet, sondern auch noch etwas darzu beytragtdas Tuch sanfter z» machen, indem es die Säuretödet.

IU. Schwarze