Band 
Des ersten Theils zweyter Band.
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Historie der Platina.

-es/ wo dieselbe eigentlich herkommt: Dieser Nameist mir in keinen Nachrichten oder Beschreibungen vondem Spanischen Amerika vorgekommen/ aber HerrCronstedt / in seinem Versuche einer neuen Mineralo-gie/ welcher unlängst in Schweden herausgekommenist, nennt den Ort/ wo dieses Metall soll hergebrachtwerde»/ kio äi pinro. Seine andere Benennung,Juan dlunco, entstünde vielleicht von einigen Be-trügereyen, welche darmit find angestellt worden, vonder Schwierigkeit das natürlich darmit vermengteGold auszuscheiden, oder von seiner Unbandigkeit un-ter der Hände des Arbeiters; denn gleichwie in unsermLande ein gewisses, dunkelgefarbtes Aftererz, das ist,ein Mineral, welches das Aussehen eines metallhalti-gen Erzes tragt, aber nach den gemeinen Schmelz-proben nicht das geringste Metall von sich ausbringenlaßt, gemeinlich dlack-jaclc, (der schwarze Hans)genannt wird; (*) so mögen auch die Spanier die-sen besondern metallischen Körper, welcher ungeachtetseines wahrhaftig metallischen Aussehens und Gewichts,und seiner etwelchen Geschmeidigkeit, alle ihre Bemü-hungen denselben zu schmelzen oder durch den Ofenzu setzen zu Schande gemacht hatte, mit dem Namen

weißer

(*) Dieses Mineral scheinet der Beschreibung zu Folgenichts anders als die in Deutschland sogenannte Blendezu seyn, und ijt glaublich auch der deutsche Name vondem betrüglichen metallischen Aussehen und Gewichtdes Minerals hergenommen. Einige Gattungen der-selben , wo nicht alle, enthalten eine beträchtliche Bey-mischung von Zink, und börsten zum Theil zu derVerwandlung des Kupfers in Meßing eben so tauglichseyn, als der Gallmey.