Band 
Des ersten Theils zweyter Band.
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24r Historie der Platina.

starken Feuer nnterhalten; und damit beede eine soviel immer möglich gleiche Hitze auszustehen hätten/ sohabe ich die Platze der zween Scherben gegen derMitte des Processes verwechselt. Nach dem Erkaltenzeigte sich / daß die mit der grössesten Sorgfalt abge-wogne, ausgeklaubte Platina um zwey Grane zuge-nommen hatte, oder um einen Theil auf hundert undachtzig; der schwarze Staub aber war beynahe neunGrane, oder um einen Theil in vierzig schwerer.Die auserlesene Platina hatte eine dunklere Farbe er-halten , als sie zuvor hatte, der Staub hingegen istblässer geworden. Man muß hierbey in Betrachtungziehen, daß dasjenige was wir hier Staub nennen,noch einen beträchtlichen Antheil wahre Platina ent-halte , welche in Thetlchen zertheilet ist, die so zartsind als die von der unreinen Materie; und daßfolglich die Quantität der unreinen Materie in derauserlesenen Platina sich nach dem Verhältnisse desentstandenen Zuwachses beeder Portionen in demFeuer nicht bestimmen lasse. Doch wir wollen hiereine Untersuchung abbrechen, welche der Bemühungweiter fortgesetzt zu werden nicht wehrt zu seyn schei-net , um so viel mehr, da wir hernach Mittel findenwerden diese verkalkbare Theile auf eine wirksamereWeise, als durch das Feuer, anzugreifen.

iz. Die (bey No. 5 und 6 . in diesem Artickel)angeführte Versuche scheinen zu beweisen, daß diePlatina in den gewöhnlichen Tiegeln, und vermit-telst einer Hitze, welche die Gefässe selbst auszustehenvermögen, nicht zum Schmelzen gebracht werden

könne.