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Historie der Platina.
Unze gereinigter Salpeter und anderhalb Unzen Ei-senvitriol / welcher roth calciniret war, wurden un-tereinander gerieben, ein Theil der Vermischung ineinem Tiegel glatt zusammen gedrückt, eine Unze Pla-tina darüber ausgebreitet, und der Ueberrest der Ver-mischung obenauf gethan. Der Tiegel ward zuge-deckt und verkleidet, und das Feuer allgemach ver-stärket, bis das Gefäß vollkommen rothglühte, undin diesem Zustande ist es sieben oder acht Stundenunterhalten worden. ^ Rothe Salpeterdämpfe dräng-ten sich häusig durch" einige kleine Spälte heraus,welche sie sich in der Verkleidung gedfuet hatten.Nach dem Erkalten des Tiegels ward die Vermischungnicht geschmolzen oder zusammengebacken, sondernlose und in Form eines Pulvers gefunden. DiePlatina hatte noch das gleiche Gewicht und Aussehn,wie zuvor, ausgenommen, daß viele Körner, eben'so wie in den andern Versuchen, dunkel oder braun-gefärbt gewesen.
1V. Fernere versuche mit den vorhergehen-den sauren Salzen rc. über die Platina,
Herr Marggraf hat über diesen Artickel einigeExperimente bekannt gemacht, und da dieselben aufeine von der meinigen etwas verschiedene Weise sindangestellt worden, so hat er einige Erscheinungenwahrgenommen, welche mir nicht vorgekommen sind.Alle seine Versuche sind in kleinen gläsernen Retorten,mit Vorlagen versehen, angestellt worden; und das
Feuer