Z n? Historie der Platina.
Stück von diesem Glase, auf einen Fingernagel ge-legt , und gegen die Sonne gehalten, neigte sichauf eine Amethistfarbe.
Aus diesen Experimenten erhellet nicht, daß dergeringste Theil Platina wirklich sey verglaset worden.Vielmehr können wir schlössen, die Verschwindungder Platina in den zwey letzten Versuchen müsse derZerstreuung derselben durch die Masse in dem Zu-stande eines allzusubtilen Pulvers, um noch sichtbarzu bleiben, zugeschrieben werden: Die Farbe desGlases darf man nicht von der Platina selbst herleiten,weil in dem zten Artickel noch merklichere Farben zumVorschein kamen, obschon die Platinakörner unver-ändert zurückblieben.
6. In meinen Versuchen No. i und 2 , be-sonders in dem letztem, hat sich die Platina, un-geachtet sie sich vermittelst der Auflösung und Präci-pitation schon vor der Vermischung mit den verglas-baren Ingredienzen in einem sehr subtilen Zustandebefände, bey dein Schmelzen von dem Glase abgeson-dert, und sich wieder in fühlbare Theile vereinigt,deren verschiedene von beträchtlicher Grösse gewesensind. In einem von Herrn Macquers Versuchen hatsich diese Erscheinung noch viel deutlicher gezeiget.Der rothe, mit Alkali bereitete Platinapräcipitatwurde auf einem Porphirstein mit Fluß angerieben,welcher aus einer Drachme kalcinirtem Borax, ei-ner Drachme Weinsteinrahm, und zwo Drachmenweißem Glas zusammengesetzt ward: Das weiße Glas
hatte