Band 
Des ersten Theils zweyter Band.
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?24 Historie der Platina.

einem Windofen einem allmähligen Feuer ausgesetzt/sind nicht vollkommen zum schmelzen gebracht wor-den, bis das Feuer auf eine starke weiße Glühitzewäre verstärket worden. Wegen langem Anhaltendes Feuers bey diesem Versuche ist der Verlust be-trächtlich gewesen, und hat beynahe einen Vierund-zwanzigstel von der Vermischung betragen. Der ausderselben gegoßne Zain war hart und brüchlich gleichdem vorgehenden, das Gewebe hingegen zasericht,so daß die Zasern einander durchkrentzten.

z. Eine Unze Platina und drey Unzen Bley,haben bey der nämlichen Art zu verfahren immer nochein sehr heftiges Feuer erfordert, ehe sie zu vollemFluß gebracht worden , mit Verlust von ungefehr ei-nem Sechsundzwanzigstel ihres Gewichts. Das Me-tall war schwerer zu zerbrechen, als keines der vor-hergehenden , und ließe sich unter dem Hammer et-was dehnen. Seine Farbe war etwas dunkler, undmehr purpurartig.

4. Da ein Theil Platina und vier Theile Bley,mit schwarzem Fluß und Kochsalz bedecket in einenWindofen gebracht worden, schiene die Platina nichtgänzlich aufgenommen zu werden, bis das Feuer zueiner beträchtlich starken weißen Glühitze war getrie-ben worden: Der Verlust am Gewicht hat ungefehreinen vierzigsten Theil betragen. Die nämliche Me-talle zu gleichen Proportionen in eine flüßige Vermi-schung von schwarzem Fluß und Kochsalz eingetragen,welche zuerst den vorigen Grad des Feuers erhalten

hatte,