Historie der Platina.
3^6
2. Ein Theil Platina und zneen Theile Meßingwurden bey gelindem Feuer zusammengeschmolzen, undhaben gegen einen Sechsunddreißigstel von ihrem Ge-wicht verlohren. Der Zain war von trüberer Farbe,als die vorgehende Mischung, mit einer fast unmerkli-chen Gelbe begleitet. Er war linder zu feilen, zer-bräche unter dem Meiste! nicht so geschwind, aber un-ter dem Hammer ist er geborsten und in Stücke zerfal-len. Uebrigens hat er eine feine Politur angenom-men, und erhaltet sich noch ohne anzulaufen.
z. Ein Theil Platina und vier Theile Meßing,eben so wie vorhin mit Borax bedeckt und in schnellesFeuer gebracht, sind ohne Verlust zusammengeschmol-zen. Dieses Gemeng ist gelber ausgefallen, als dasvorgehende, und hat sich gegen die Feile weicher be-zeiget ; mit dem Meiste! konnte man einen ziemlich tie-fen Hieb treiben, ehe es zerbräche, und von demHammer hat es einen etwelchen Eindruck angenom-men; zugleich hat es sich etwas gedehnet, ist aberbald in vielerley Richtungen aufgerissen.
4. Da der Meßing bis auf ein sechsfaches Ge-wicht der Platina ist vermehret worden, hat das Ge-meng gelber, aber gleichwol noch sehr blaß ausgese-hen. Es hat sich leichter feilen, und unter dem Ham-mer besser strecken lassen, und von dem Meißel, ehe eszerbräche, einen tiefern Eindruck angenommen.
5. Eine Vermischung von ein Theil Platina undzwelf Theilen Meßing ist beträchtlich härter und vielblasser gewesen, als purer Meßing. Unter dem Meis-
ftl