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Historie der Platina
von Bley, mit einem Drittel ihres Gewichts Plati-na , welche dünne genug waren gestoßen gewesen,um frey in die Forme zn rinnen, und für das Augevollkommen gleichförmig gemischt zu seyn schienen,haben nach der Digestion in Scheidwasser, nachdemdas Austöfungsmittel aufgehört hatte auf das Metallzu wirken, viele kleine Platinakörner in ihrer ur-sprünglichen Gestalt zurückgelassen. Wenn man solchemit einen Vergrösserungsglase betrachtete, so schieneneinige nicht die geringste Veränderung gelitten zu ha-ben ; an andern zeigte steh eine Menge kleiner, Heller,kugelförmiger Erhöhungen, als wenn ste just im Be-griff gewesen waren zu schmelzen.
z. Vermischungen von Kupfer, Silber undBley mit geringern Proportionen Platina, welche,etliche Stunden lang in starkem Schmelzfeuer warenunterhalten worden, damit die Platina denselbenüufs genauste möchte einverleibet werden, wurden mfrischen Portionen Scheidwasser digeriret und gekochet,bis die Platina für steh selbst, und von allem dem-jenigen , das durch Scheidwasser konnte ausgezogenwerden, gereinigt, in Form eines zarten Pulvers zu-rückgeblieben ist. Diese Pulver wurden einem äus-serst heftigen Feuer ausgesetzt, ohne Zusatz, und mitZusatz von Borax, von alkalischen Salzen, und vonKieselglas: Sie haben steh durchaus so unschmelzbarbezeiget, als die Platina selbst, indem sie weder ge-flossen sind, noch den Salzen, oder dem Glase einigeFarbe mitgetheilt haben. Es erhellet also, daß diePlatina durch die im Flusse begriffne Metalle schlecht-weg