444 Historie der pkrtina..
beede in gleichem Grade -er Verwandtschaft zu ste-hen scheinet. Die zwey Metalle habe ich zusam-mengeschmolzen / und das Gemeng in Königswasserdigeriret: Das Auflösungsmittel hat beede angegrif-fen , aber das Gold geschwinder, als das andere;denn da die erste Portion des Liquors unzulänglichgewesen ist die ganze Masse aufzulösen, und derUeberrest in frischem Königswasser ist digeriret wor-den, fände sich, daß die erste Solution die grössereProportion von Gold, die andere aber einen beträcht-lichern Antheil von. Platina enthielte. Wenn dieQuantität von Gold hinlänglich gewesen ist der Ver-mischung etwas von einer Gvldsarbe mitzutheilen, sosind die Bleche von. der Säure in kurzem weiß ge-worden , weil dieselbe das Gold zuerst an sich gezo-gen hat, Ich habe überdas Auflösungen der zweyMetalle zusammengegossen, und nicht sehen können,daß eine Trübheit oder ein Niederschlag darauf er-folget wäre, obschon Herr Marggraf bey seinerWiederholung dieses Versuchs einen röthlichen, oran-genfärbigen Präcipitat. beobachtet hat. In dieserAbsicht können leicht Abänderungen Platz haben, we-gen der ungleichen Natur des gebrauchten Königs-wassers , wie zum Beyspiel, wenn dasjenige, inwelchem das Gold aufgelöset ist, eine allzugrosseProportion von Salmiak enthaltet; denn wie wirschon oben gesehen haben, ist der Salmigc alleinhinlänglich einen Theil der Platina niederzuschlagen.Ungeachtet ich bey Vermischung der zwo Solutionenleine Absonderung gewahren konnte, ist gleichwol,
nachdem