448
Historie der Platina.
XlV. Platina, Gpießalaskönig undRönigswasser.
Herr Marggraf hat bemerket, daß ein StückVon reinem Spießglaskönig, welchen er in einerPlatinasolution diqerirte, von dem sauren Liquorangegriffen worden. Eine ziemliche Portion von ei-nem weißen Pulver hat sich zu Boden gesetzt, wel-ches ohne Zweifel grossen Theils nichts anders gewe-sen ist, als zerfteßner Regulus: Der Ueberrest des-selben hat sich in kleine, glimmernde Theilchcn ver-wandelt, welche mit präcipitirter Platina unter-mischt zu seyn schienen: Der Liquor hat eine gelbeFarbe behalten.
X V. Platina, spismuth, saure Geister.
Oberwehnter Autor erzehlet, daß als er Wis-muts- mit einer Platinasolution digeriert habe, seyder Erfolg beynahe eben so gewesen, wie bey demSpießglaskönig; der Wismuts- habe zerfressen ausge-sehen, es habe sich ein weißes Pulver zu Boden ge-setzt, und -er Liquor seine gelbe Farbe behalten:Da aber eine mit Scheidwasser gemachte Solutionvon Wismuth mit einer Platinasolution gemischt wor-den , sey kein Niederschlag darauf erfolget.
Alle in den fünf letzten Artickeln dieses Abschnittserzehlte Versuche sind zu dunkel und zweydeutig, alsdaß man Puncte von solcher Wichtigkeit, wie dieVerwandtschaften der Körper sind, nach denselben
sollte