476 Historie der Platina.
hier von dem Eigenthümer sey beygemischt worden,in der Absicht die Goldtheilchen daraus abzusondern.
Unterdessen giebt es noch andere Nachrichten,welche obiger Vermuthung einiges Gewicht zu gebenund anzuzeigen scheinen, daß die Platina in grossenMassen gefunden, und erst durch das stampfen undmahlen in die Form von Körnern gebracht werde.Einer aus zarten Körnern bestehenden Substanz, der»gleichen die Platina ist, wie sie uns zukommt, könnteder Name eines Steins, welchen ihr Don Antoniod'Ulloa giebt, nicht gar füglich beygelegt werden.
D'Ulloa ist der erste mir bekannte Schriftsteller,welcher der Platina mit Name Meldung gethan hat.In seiner Reise nach Sudamerica, im Jahr i7Zsund folgenden, da er von den Gold - und Silberminenin Quito redet, erzehlt er, daß in der Landschaft ChocoMinen vorkommen, in welchen das Gold unter andernmineralischen Substanzen, Pecharten, und Steinenso sehr versteckt sey, daß man sich zu der Absonderungdesselben des Quecksilbers bedienen müsse; daß den Ar-beitern zuweilen Vergärten vorkommen, welche siewegen der eingemischten Platina lieber wegsiürzeu,als aber zu gut zu machen trachten; die Platina seyein Stein (piecira) von solcher Hartnäckigkeit, daßer sich durch das Hämmern auf einem Ambose nichtleicht zerstückln, und durch die Kalcination nicht be-zwingen lasse; und daß es auch sehr schwer sey, dasdarin enthaltene Mtall mit grosser Mühe und Unko-sten darvon auszubringen.
Einige