Band 
Des ersten Theils zweyter Band.
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492
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492 Anhang.

B. I. Blatts. io6. Vergoldung auf denDecken der Bücher.

Die Buchbinder pflegen das Eyweiß mit Wasserzu verdünnen , und diejenigen Theile, welche vergol-det werden sollen, mit diesem Liquor drey bis vierund mehrmal anzufeuchten: Nachdem der Anstrichso weit crtrocknet ist, daß das Gold, ohne es festeanzudrücken nicht mehr kleben bleibet, so werdendiese Theile, vor dem Auftragen der Goldblätterganz dünne mit Oel überfahren. Herr Ziegler,nachdem er diese Umstände in einer Anmerkung überdie angezeigte Stelle angeführet hat, setzt noch hinzu,daß man bey Vergoldung des Taffets und andererStoffe, zart gepülverten Mastix, oder Eyweiß ge-tröcknet und zu Pulver geflossen ganz dünne auf denStoff stäube; das Goldblatt, nachdem es von ge-höriger Grösse zugeschnitten worden, mit einem heif-sen, etwas «»geölten Stempfel aufhebe, und dannan seinem Ort aufdrücke; mit Sorgfalt, daß nichtsvon dem Pulver sich an den Stempfel anhänge,weil sonst das Gold an demselben würde kleben blei-ben. Unsere hiesige Buchbinder pflegen bey demVergölden des geräuchten Leders auf eine ähnlicheArt zu verfahren, nur bedienen sie sich anstatt desMastix oder getröckneten Eyweiß blos des gemeinenHarzes: Da das Harz blos auf denjenigen Stellenschmelzet, wo der heisse Stempfel aufgetrückt unddas Gold befestigt wird, so bleiben die übrigenTheile des Leders noch geräucht wie zuvor, und nur

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