Band 
Des ersten Theils zweyter Band.
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svo Anhang.

I. Blatts. i58. Goldene Platten oder BlecheZum Schmelzmalen.

Daß bey denen zu dem Schmelzmalen bestimm-ten Goldblechen ein gewisser Zusatz oder Legirung er-fordert werde, habe ich nach dem Vorgeben einesSchriftstellers in der Französischen Encyclopedie an-geführet , welcher sagt, das Gold müsse höchstenszweyundzwanzig Karat halten, und wenn man esfeiner nehme / so habe es keine hinlängliche Steift/wenn es aber schlechter als so genommen werde, soseye Gefahr wegen dem zerschmelzen. Ein erfahr-ner Künstler hat mich versichert, dieses sey eine leereEinbildung / man bediene sich gemeinlich des Duka-tengoldes/ dessen Gehalt zwischen 2zr und 2zL Ka-rat gefunden wird; und daß das ailerseinste Goldzu diesem Gebrauch das beste sey, ausgenommenwenn einige Stellen des Goldes zum Poliren unbe-kleidet müssen gelassen werden / wie öfter bey Uhren-gehäuseu, Tabatieren u. d. gl. geschehe / in welchemFall eine gewisse Legirung allemal erfordert werde;für den Zusatz werde das Silber dem Kupfer vor-gezogen / weil von dem letzter» die Bleche leicht an-laufen und grün werde»/ und man pflege dieselbe»dardurch steifer und stärker zu machen, daß man sieauf der verkehrten Seite mit Schmelzglas überziehe.So viel ist gewiß, daß je feiner das Gold ist/ destoweicher und biegsamer ist es; und je schlechter esist, desto leichtflüßiger wird es.

!. Blatts.