I.XH Leben des ver fassers.
edeln Sinn, und eine Frömmigkeit, diedem Verfasser die Gunst des Lesers er-wirbet. Da er gut Französisch gesin-uet war, ließ er sich sehr angelegenseyn, dte Würde dieser Krone zu behau-pten. Er betrachtete die Freyheit derFranzösischen Kirche als eines der kostbar-sten Güter des Staats. Er ließ auchkeine einige Gelegenheit vorbey gehen, inwelcher er sich nicht mit aller Freyheitwider den Eigennutz des Römischen Ho-fes herausließ, wenn es ihn nur im ge-ringsten dünkete, daß er aus herrschsüch-tigen Absichten handelte. Er schonet dem-selben gar selten in seiner Geschichte vonMaltha; und eben das ist die Ursache,warum das Ketzer-Gericht dieser Insel,weder Mühe noch Arbeit gesparet hat, denWerth derselben zu verkleinern.
Man kan dasjenige, was er über die-sen Hof gedacht hat, noch deutlicher ineinem Buche lesen, welches niemals un-ter die Presse gekommen; weil es denBeyfall und die Freyheit dazu niemalshat erhalten können. Es führet zur Ueber-schrift: Ursprung der Grösse der Rö-mischen Rirche. Man versichert so gar,er habe auch einen Tractat über die Er-nennung der Bischöfe in Frankreich, zngutem der Freyheit der Französischen Kir-che, verfertiget.
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