Band 
Erster Theil.
Seite
126
JPEG-Download
 

in der Röm. Republik. I. Buch. s?

Volk sah die gleiche Armuth unter allenBürgern als ein Mittel an, die Freyheit nn-zertrümmert zu erhalten. Jeder Bürgerhatte, (wie wir schon erwähnet haben) nichtmehr als zween Morgen Land zu seinemUnterhalt. Rom erweiterte hernachmalsunvermerkt seine Gränzen durch die Lände-reyen , die es seinen Nachbarn abnahm.

Man verkaufte gemeiniglich die Hälfte die-ser eroberten Lander, um dem Staat dieKriegeunköften zu ersetzen. Die andere Hälf-te aber ward dem gemeinen Gute einverlei-bet, welche man hernachmals den ärmstenB- rgern ohne Entgelt», oder um einen let-demichen Zins und Abgabe, (als ein Mit-tel zu ihrem Unterhalt) ansuche. Das warnun der alte Gebrauch zu Rom, so langeals die Könige herrscheten; das ist, binnenmehr als zweyhundert Jahren., Nachdem Gewalhaber die königliche Wurde erloschen war, iame B«-maßte sich der Adel und die Patricier, (wel-che sich als die einzigen Regenten der Repu- ^n. 'blik betrachteten) unter allerhand Verwanddes größten Theils dieser eroberten Län-der an, die in ihrer Nachbarschaft, undihnen anständig waren, und erweiterten all-gemach ihre Herrschaft, auf Unkosten des ge-meinen Wesens; oder sie ließen sich untergeborgten Namen, die verschiedenen Theile,die zum Unterhalt der ärmsten Bürger be-stimmet waren, um ein geringes Geld zu-sprechen. Diese vermischten sie hernachmalsum ihren eigene» Gütern; und ein PaarJahre Besitzung, nebst einem grossen A»so.

D s Heu,