in der Röm. Republik. II Buch. 127
Ruhe in der Republik wieder hergestellet.
Rom schien auch würklich beruhiget; und eshatte das Ansehen, als wäre die Vereini-gung des Volks mit den Patriciern aufrich-tig und beständig. Doch es währete nichtgar lange, so fieng der Saamen der Zwey-tracht, der in den Herzen verborgen lag,von neuem Früchte zu tragen an. Eine Oroflus,Hungersnoth, die im folgenden Jahre, um «n ».B.ter dein Bürgermetfteramte des T. Geqa- .nius, unddesp. Minucius, sich ereignete,dienete den Zunftmeistern zum Vorwand, derSiadr,'aufs neue wider die Grossen, und wider den 261.Rath zu lästern. Sp. Icilius war dieses DionyflutJahr der erste Zunftmeister, Brutus und kl 7 «Gicinius aber waren, (darnit sie immerdaran dern Steuerruder der Regierung sitzenmöchten) zu der Würde der Bauherren ge-langet. Diese unruhigen Köpfe, (deren Aufsland,ganze Macht auf dem Mißverständnis be- der durchruhete/ das sie zwischen den beyden Stän-^Z""^den der Republik unterhielten) ftreueten mit Alks er/Vieler Bosheit ans: die Patricier, deren Vor- reget ivirb.rathshäuser mit Geträyde angefüllet seyen,hätten diese Hungersnoth verursachet; da-mit sie vermittelst des hohen Preises, umwelchen sie dasselbe verkauften, sich von demVerlust erholen könnten, den sie durch die Ab-schaffung der Schulden erlitten. Das sey nuneine neue Art Wucher, den diese Tyrannenerfunden hätten, damit sie um einen niedri-gen Preiß die wenigen Aeker, die den armenBürgern noch übrig blieben, an sich ziehenkonnten,
UNtex-