r Z4 Geschichte der Staatsverändmmgen
was das Volk durch den Geitz und die Grau-samkeit der Grosse», vor der Errichtung desZunftmeisteramts,erdnldethatte.Hieranfftcl.lete er vor, daß das allgemeine Elend niemalskein Ende würde genommen haben, wennsich nicht zween Bürger gefunden hätten, diemuthig genug waren, sich der Tyrannen derPatricier entgegen zu setzen. Eben diese Pa-tricier hätten, nachdem die Schulden bereitsabgeschaffet waren, sich des Hungers bedienet,um das Volk von neuem in die Knechtschaft zubringen; und ansetzt verlangten sie gar, denZunftmeistern zu verwehren, daß sie inskünftige in den Versammlungen nicht mehrreden sollten; aus Forcht, sie möchten demVolk sein wahres Beste entdeken. Durchdiese sichtbare Tvranney werde das Zunft-meisteramt unnütz gemacht; und entwedermüsse das Volk dieses Amt von sich selbst fah-ren lassen; oder es müsse durch ein neues Ge-setz seinen obrigkeitlichen Personen die Machtertheilen, die Versammlungen zusammen zuruf.n, in welchen man seine Rechte abhan-deln könnte. Zu gleicher Zeit müsse manunter der Bedrohung einer harten Stra-fe , ein Verbot gegen jedermann ausgehenlassen, sie in ihren Reden zu unterbrechen,oder dieselben in den Verrichtungen ihresAmts zu stören.
Diese Rede ward, nach gewohntem Ge-brauch, mit einem grossen Beyfall aufge-nommen. Das Volk schrie sogleich: er soll-te selbst den Antrag von diesem Gesetz ma-chen.