Wieder,stand desNathS.
L82 Geschichte der Staatsveränderungen
Volks nach den Zünften, von neuem vor.Diesem fügte er noch, nebst seinen Amtsge-nossen bey: er begehre zu Gunsten des Volks,daß mall nicht allein die Zunftmeister, son-dern auch die Bauherren in diesen Versamm-lungen erwählen, und überhaupt alle Ge-schäfte daselbst abhandeln solle, von welchendas Volk befugt sey, Nachricht einzuziehen;welches denn so viel sagen wollte: er verlan-ge nichts minder, als daß die ganze Regie-rung von dem Rath auf das Volk gelegetwerde. Ein so außerordentliches Anbringenmachte, daß der Rath von neuen versamm-let ward. Lwintins, der von Natur lieb-reich , und ein rechtschaffener Revublicanerwar, (ohne daß er dem Volk allzusehr geneigtgewesen) wollte, man sollte einem tapfer-müthigen Volk zu gefallen, (welches, wieer sagte, der Republik täglich wichtige Dien-ste leistete) etwas nachgeben. Allein Ap-pius, der von Natur stolz und hart war,behauptete: man würde durch eine solche Ge-lindigkeit, die nicht sowol ein Zeugniß derGüte, als der Schwachheit der Regierungsey, dem Wolstand des Raths einen em-pfindlichen Stoß geben. Indem dle Zunft-meister , wenn fie sie einmal ihres Ansehenswürden beraubet haben, es noch für einegrosse Gnade, die sie ihnen erwiesen, hal-ten würden, wenn sie ihnen nur die Zei-chen ihrer Würden liessen. Er machte da-mit den Schluß: es bleibe nach so vielenunnützen Reden, die man über diese Sachegehalten, kein ander Mittel mehr übrig,