Band 
Erster Theil.
Seite
371
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Z22 Geschichte der Staatöveranderungei,

Apvius Im Gegentheil fasseten die Zunftmeister,wirb von (welche in UttMttty qeriethen, weil steinPcrson dieses Stadtrichters den Haß undanaektant die Begierde aller Patricier, es einander in' der Feindschaft gegen das Volk vorznthun,vereiniget fanden) den Entschluß, denselbenzu stürzen. Darum foderten ste ihn als ei-nen offenbaren Feind der gemeinen Freyheit,vor das Volk.

Das war das gewöhnliche Verbrechen de-rertenigen, die man unschuldig ins Verder-ben stürzen wollte. Der Rath nahm an die-ser Angelegenheit eben den Theil, den er wür-de genommen haben, wenn ste ihn selbst be-troffen hätte; und er betrachtete den Ap-pius als den unerschrokenen Beschützer sei-ner Rechte. Die meisten wollten bey demVolk vor ihn bitten; allein Appius setzte stchmit seinem gewohnten Muth und Standhaf-tiakcit dawider. Er änderte weder Klei-dung noch Sprache; und als der Tag ge-kommen war, da die Versammlung gehal-ten ward; erschien er mitten unter seinenAnhängern mit eben der Würde, als wenner ihr Richter gewesen wäre. Die Zunft-meister warfen ihm die Härte seines Bürger-meisteramts, und die Grausamkeit vor, nachwelcher er eine grössere Anzahl Soldatendurch die Hand des Scharfrichters hätte hin-richten lassen, als die Feinde irr demTreffen erschlagen. Und damit ste diesenStadtrichter noch verhaßter machten, sorechneten ste demselben das strenge Verhal-ten