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Von der Erfahrung.
Wir gelangen zu unserer Erkenntnis durchdie Sinne und den Verstand. Die Sinne fassenauf dem grossen Schauplaze der Welt von derunendlichen Menge der Gegenstände so viel alsste fassen können, und übergeben das Angeden-ken davon dem Gedächtnis. Ich nenne dieseSammlung der sinnlichen und einfachen Ideenden rohen Stof.
Der Verstand vergleicht, ordnet und verbindtdiefe sinnlichen Ideen, er sieht ihre Beziehungen,und macht aus denselben zusammengesezte Ideen,aus diesen Grundsäze und Schlüsse, die entwederungezwungen aus einfachen und gewissen Erund-säzen fliesten, oder die man mit den zusammengc-sezten Kräften des Verstandes aus vielen untersich verwikelten, theils gewissen, und theils unge-wissen Grundsäzen zieht.
Die Wissenschaften sind nach der Verschieden-heit dieser Grnndsäze noch mehr als nach ihrenGegenständen verschieden. Die einen sind deut-lich, einfach und gewiß, sie finden alle Porten un-serer Seele offne, sie gehen in dieselbe ohne Wi-der--