I. Buch. i. Capitel.^ ;
Bestimmung. Die Nachwelt wird die Samm-lungen unserer Academien auseinander reisten,von neuem zusammen ordnen, kleiner und nuzli-cher machen. Man wird ärmer an Büchernund reicher an Begriffen seyn.
Die Philosophie allein macht die Empfindun-gen der Sinne nuzlich, und den Geist zu seinerwettern Ausdähnung geschikt, weil sie die Kunstist die Vernunft in allen ihren Untersuchungen zuleiten , und die durch die Sinne erlangten Be-griffe zu verbinden und zu ordnen. Vieles ganzeWerk soll überhaupt eine Kette der Grundsäzeenthalten, deren Kenntnis und Anwendung dieErfahrung ist. Aber die sehr brauchbaren undin der Ausübung unmittelbar erfoderlichen Re-geln aus Mangel der Beyspiele nicht unbrauch-bar und zur Ausübung unbequem zu machen,werde ich den Jüngling nicht nur lehren , wasdie Erfahrung in der Arzneykunst ist, sondernihn selbst auf den Wegen der Natur zu der Er-fahrung leiten.