Band 
I. Theil.
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115
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n. Buch. ;. Capitel. 10;

Vorgänger von neuem begehcn , eh er zu demBisgcn Wahrheit gelangen könte, das dem Gol,de in unsern Flüssen gleich unter unermeßlichemSande liegt. Er durckwült nicht mehr diesenSand, aber er macht sich durch edlere Bemü-hungen verdient dieses Gold aus den Händen sei-ner Besizer zu empfangen ; die blosse Warnungvor Irrungen ist für ihn der erste Schritt zurKenntnis. Mit seinem Genie vereinigt er die Wiflscnschaft aller Zeiten, und thürmet Wahrheit aufWahrheit, wie die Riesen in der Fabel den Ossaauf den Pelion.

Unser Leben ist zu kurz , der Umfang der Arz-neykunst ist zu groß , alles zu sehen und zu erfah-ren ist unmöglich. Die Geschichte muß die Be-obachtungen einer langen Zeit sammeln, damitdurch ihren Vorschub die Wissenschaft vieler Men-schen aus vielen Jahrhunderten in einen Kopfzu-sammen flieste. Rhazes sagt, tausend Aerzte ha-ben vielleicht seit tausend Jahren an der Ausbessserung der Arzncykunst gearbeitet, wer also ihreSchriften mit Fleiß und Nachdenke» liest, eul-G 4 drkt