Band 
I. Theil.
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161
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M. Buch- l- Capitel. 149

eingeschränkter Kopf sie zu sehen glaubt. Colbcrtsprach sehr wenig/ er gab niemals auf der StelleAntwort / und ließ sich immer schriftlich unter-richten.

Obschon man mit dem Auge der Seele all,mählig muß sehen lernen wie mit den Augen desKörpers / so äußert sich doch zuweilen der Beob-achtnngsgeist als ein wahrer Jnstinct. Ohne diedurch die Uebung erworbene Fertigkeit faßt erzuweilen das unterrichtende in einem Vorwürfeplözlich / und begreift es plözlich. Ich wolte einstdas Urtheil eines Frauenzimmers über ein sehrwichtiges historisches Gemälde wissen / das einengrossen Jtaliäner zum Urheber hatte/ und davondas rührende in wenigem verborgen lag. DiesesFrauenzimmer hatte ohne von Gemälden eineKunstverständige zu seyn ein sehr feines Gefühl.Sie sank bey dem ersten Anblik meines Stükesein; ich frug nicht mehr. Mit diesem angebor-nen Gefühle / durch welches man die Werke derMaler wie die Werke der Dichter am meisten/und insofern es nicht so wohl um die Art undK; Weise