Band 
I. Theil.
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170 k?sn der Erfahrung.

durch geschwind uni» richtig bemerkte Zeichen, sowie ein wahrer Moralist die Beschaffenheit derGemüther. Also ist es der Natur und der Ver-nunft gemäß , daß ein Arzt gerade deswegen einbesserer Arzt ist wenn er ein guter Moralist ist;da hingegen ein Arzt der für moralische Beobach-tungen zu dumm ist, es ganz gewiß auch für me-dicinifche ist.

Ein wahrer Arzt muß beobachten was Prac-tici nur schauen. Denn er muß alle Umständeeiner Krankheit unter ihrem Schlcyer entfalten,die Einfalt in der Verwiklung finden, das bestän-dige von dem veränderlichen, das wesentliche vondem ausserwcscntlichcn unterscheiden. Er mußimmer auf den Grund der Sache gehen , allesausspüren wodurch sich begreifen läßt, wie eineKrankheit dasjenige worden ist was sie ist, oderauf was für Art und Weise sie möglich ist. Ermuß die Wirkungen der Krankheit von den Wir-kungen der Arzneyen unterscheiden, und vorzüg-lich wissen, ob die Natur oder die Mittel gehei-let, ob die Natur oder die Mittel getödet haben.

Aus