III. Buch. i. Capitel.
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vbachtungsgeist nur halb hat, ist mit mehrermRechte ein Halbkopf, weil er wirklich alles nurhalb sieht.
Das ungleiche Maaß des Beobachtungsgcistesist eine Quelle der Zwisiigkeiten der Aerzte, unddiese Zwistigkeit der Vorwand der Ungewißheit ih-rer Kunst. Jeder denkt anders als der andre,weil jeder anders sieht als der andre- Ein Arztder wohl sieht, entdeket alle Umstände einer Krank-heit, er kennt ihre Zeichen, ihren Fortgang, ihrWesen, ihren Ausgang, und weis von diesenBeobachtungen zu ihren Ursachen zu steigen. Ersezt seine Mittel der Hauptkrankhcit entgegen,und läßt die Zufälle fahren, weil die Zufälle vonselbst weichen, wenn die Hauptkrankheit weicht.Ein Arzt der nichts sieht verläßt sich auf seine Re-cepte, und scheint immer bey sich selbst zu den-ken, dieser oder jener Practicus war auch dummund doch glüklich. Unfähig eine Krankheit ausihren Zeichen zu kennen lind ihre Ursachen zu cnt-dekcn, giebt er in der Bleichsucht das kühlendeRecept weil die Jungfer Fieber hat, unwissend
daß