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macht; auch ist immer etwas in dem Unglük sol-cher Freunde, das ihm nicht misfallt. Ein ei-gennüziger Arzt steht tausend niederschlagende Be-gebenheiten nicht, sobald fie seine Pralereyen wi-derlegen ; er wird eher sterben als etwas gutesan einem Arzte sehen wollen, den er haßt.
Wie mehr sich unsere Leidenschaften in dieBeurtheilung eines Gegenstandes mischen, destoungeschikter sind wir denselben wohl zu beurthei-len. Es dünkt mich immer ein Mcistcrstük inder Kunst die Menschen zu beobachten, wennmir jemand den Charakter dieses oder jenes gros-sen Dichters, oder auf eigenen Wegen gehendenund mit einer Göttlichen Beredsamkeit schreiben-den Weltweiten, genau bestimmet. Keine Gat-tung Menschen wird so ungleich beobachtet. Dieeinen erheben ste über die Sterne, die andern er-kennen ste ins Tollhaus, und jeder sagt ich bin»»parteyisch.
Es ist zwar nicht zu läugnen, daß wir zu-weilen eine Sache geschwinder und besser sehen,wenn uns unendlich viel daran liegt daß wir sie
sehen,