Band 
I. Theil.
Seite
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Hl. Buch. Capitel. ri;

tur wohl verhört ist. Anstat die Natur unsermVerstände zu unterwerfen, unterwerfen wir un-sern Verstand der Natur; wir erzählen was wirgesehen , und überlassen andern den Ausspruch.Der Leser kann durch uns sehen , so lange wirihm schlechterdings sagen was wir gesehen haben;durch unsere Urtheile sieht er falsch. Boerhaavewill darum , daß alles was eine Secte angehenkann, von dem Beobachter auf das sorgfältigstevermieden werde. In dem Aufnehmen eines hef-tigen Fiebers ist eine sehr grosse Hize vorhanden,so viel fällt klar und deutlich in die Sinne; aberGalenus leitet diese Hize von der Galle, die Chi-misten von dem lleberfluß des Schwefels, Hel-inont von der Wuth des Archäus. Dieses allesist ungewiß sagt Boerhaave, dieses alles siehetSecten an, darum verwirft es der' Beobachter,damit die Kunst rein , männlich und ihrer selbstgewiß bleibe. Man soll allein behalten was manbeobachtet, oder was so augenscheinlich aus dembeobachteten fließt, daß kein der Sache kundigerund gewisftiihafter Richter sagen könne, es fliesseO; nicht.