m. Buch. 4. Capitel. 2;I
nächsten ausser den Leichnamen selten. Folglichsind wir gezwungen die Krankheiten nach ihrenErscheinungen kennen zu lernen, eh wir sie nachihren Ursachen erforschen.
Die Zusamentrelung gewisser Zufälle führtuns auf den allgemeinen Namen der ihr gegebenist/ und zugleich auf die Art der Krankheit. Diegenaue Zerlegung dieser Zufälle auf den beson-dern Namen / und folglich auf die Gattung derKrankheit. Die Kenntnis der Gattung mit derKenntnis der Zeichen auf die ganze historischeKenntnis der Krankheit. Aber sehr oft noch nichtauf die Kenntnis ihrer Ursache.
Man nimt zum grösten Nachtheil des Kran-ken die ersten Begriffe einer Krankheit aus ihreminnern und unsichtbaren Wesen. Zum Ekel wirdvon gesalzenem / dikem und verdorbenem Blutegesprochen / ohne daß man den geringsten Beweishierüber führen könne. Nach diesen willkürlichenSazen werden nichts destowenigcr alle Erschei-nungen einer Krankheit von den Practicis beur-theilt / die Anzeigen zur Heilung errichtet, die
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